Freudenfest zum 7. WM-Titel: Schumacher will in Monza mit 100.000 Tifosi feiern
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Der letzte Formel-1-GP in Europa am Sonntag in Monza soll für 100.000 Tifosi zu einem Freudenfest werden. Michael Schumacher möchte zwei Wochen, nachdem er in Spa seinen siebenten WM-Titel fixiert hat, den italienischen Fans einen Ferrari-Heimsieg schenken und damit so richtig feiern. Andere Ziele hat der Österreicher Christian Klien im 15. WM-Lauf der Saison. Er möchte mit weiteren WM-Punkten einen nächsten Schritt zum Verbleib in der Formel 1-WM machen.
Schumacher hat sich in Spa mit Platz zwei hinter dem Finnen Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes zufrieden gegeben, damals stand der Gewinn der WM im Vordergrund. Am Sonntag soll es auf der schnellsten WM-Strecke (250 km/h Schnitt) aber zu einem großen Fest kommen. Selbst der Wahnsinns-Unfall vor Kurzem bei den Monza-Tests kann den Deutschen nur wenig erschüttern. "Ich bin glimpflich davon gekommen in Anbetracht dessen, was passiert ist. Wichtig ist aber, dass die Ursache für den Reifenplatzer analysiert wird. Ansonsten habe ich keine wirklichen Blessuren, daher bringt mich das auch nicht ins Grübeln", so der Weltmeister.
Aber der siebenfache Champion gab sich nach dem Testunfall auf der Hochgeschwindigkeits-Strecke durchaus zurückhaltend. "Wir hoffen natürlich, dass wir diese bis jetzt so wunderbare Saison fortsetzen und in Monza noch einen draufsetzen können. Es wird kein Zuckerschlecken werden, so viel haben wir beim Testen gesehen. Die anderen Teams sind nah dran, daher wird es eng werden", meinte der Ferrari-Star und baut auf die Unterstützung der Tifosi.
"Wir haben natürlich ein Heimrennen, das motiviert immer noch ein bisschen mehr. Ich kann zwar nicht versprechen, dass es für den Sieg reichen wird - das ist schließlich Sport hier. Aber ich kann wie immer versprechen, dass jeder Einzelne von uns alles aus sich rausholen wird, damit am Nachmittag die große Party steigen kann."
Christian Klien kämpft in Monza weiter um sein zweites Formel-1-Jahr mit Jaguar, die Chancen stehen nach Platz sechs und den ersten drei WM-Punkten in Spa nun deutlich besser. "Spa war ein guter Schritt damit es auch nächstes Jahr weiter geht", ist sich der junge Vorarlberger bewusst. Dass er nach dem Red-Bull-Rückzug nun neben guten Leistungen wohl auch einen Sponsor mitbringen muss, wollte der Hohenemser so nicht unbedingt sehen. "Ob ich auch nächstes Jahr fahre, basiert rein auf Leistung. Ich muss mich auf meine Leistung konzentrieren, alles andere liegt nicht in meiner Macht. Ich muss hinter dem Lenkrad gut sein", so Klien. (apa/red)
