Justine Henin-Hardenne vom Tennis-Thron
gestürzt: Mauresmo ist die neue Nummer 1!
- Bisher noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen
- Holte sich 1996 Junioren-Titeln in Paris und Wimbledon
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Amelie Mauresmo hat als erste Französin die Spitze der Tennis-Weltrangliste erklommen. Dank der Schützenhilfe der Russin Swetlana Kusnezowa, die im Halbfinale einen Erfolg von Lindsay Davenport bei den US Open verhinderte, scheint die 25-Jährige in der WTA-Wertung als Nachfolgerin der Belgierin Justine Henin-Hardenne als neue Nummer eins auf. Die bisherige Laufbahn Mauresmos wies Höhen und Tiefen auf, ein Erfolg bei einem Grand Slam-Turnier blieb ihr allerdings bisher verwehrt.
In den Blickpunkt schob sich die Junioren-Siegerin von Wimbledon und Roland Garros (1996) erstmals mit ihrem Finaleinzug bei den Australian Open 1999. Da begann der Aufstieg Mauresmos unter die Besten der Rangliste (von Platz 29 am Jahresende 1998), ihre mächtige Vorhand und die einarmige Rückhand zählen zu ihren Stärken. 2000 fehlte sie acht Monate wegen einer Schulterverletzung auf der WTA-Tour, ein Jahr später kam Mauresmo nach vier Turniersiegen als Favoritin zu den French Open, musste aber schon in Runde eins eine unerwartete Niederlage hinnehmen.
Die kraftvolle Spielerin, die offen zu ihrer gleichgeschlechtlichen Beziehung steht, erlebte 2002 wieder einen Aufschwung, als sie die Halbfinali in Wimbledon und Flushing Meadow erreichte. Doch wegen einer Knieverletzung verpasste sie das Masters dieses Jahres und danach ging es weiter mit Auf (Sieg mit Frankreich im Fed Cup 2003) und Ab (w.o. wegen Knieverletzung vor dem Viertelfinale der Australian Open 2004). Drei Ziele - Olympiasieg, Grand-Slam-Titel und Weltranglisten-Führung - hatte sie sich für 2004 gesteckt, das letzte hat die Olympia-Zweite von Athen nun erreicht.
Amelie Mauresmo (FRA)
Melbourne: Finale 1999, Viertelfinale 2002, 2004
Roland Garros: Viertelfinale 2003, 2004
Wimbledon: Halbfinale 2002, 2004
US Open: Halbfinale 1999, Viertelfinale 2001, 2003, 2004
(apa/red)
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