1:1 gegen Brasilien: Da entfährt sogar dem
Kaiser ein Lob für die deutsche Mannschaft
- Neo-Kapitän Ballack warnt vor zu viel Optimismus
- PLUS: Übersicht der Quali-Begegnungen von Mittwoch!
·Deutschland spielt gegen Brasilien 1:1
Revanche für WM-Finale nicht ganz geglückt
·Europameister auch
gegen Türkei sieglos
Revanche für Oranjes vs. Tschechien, 'Bleus' siegen
·Miserabler Auftakt für den Euro-Champ
Griechen blamieren sich in
Tirana, Frankreich nur 0:0
·Der große Rückblick
auf die WM-Quali 2006
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Deutliches Lebenszeichen der deutschen Mannschaft! Gegen Weltmeister Brasilien gab's vor 74.500 Fans ein 1:1-Unentschieden. Nicht nur in den Gazzetten wurde die Elf daher mit Lob bedacht, auch DFB-Boss Mayer-Vorfelder und Franz Beckenbauer zeigten sich positiv gestimmt.
"Klinsi" war nach der Neuauflage des WM-Endspiels von 2002 natürlich äußerst zufrieden: "Das ist ein weiterer Baustein, den wir auf dem Weg Richtung WM 2006 gesetzt haben. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft zusammen wächst und sich mit einer Zielrichtung identifiziert." Als besonders erfreulich wertete der Neo-Teamchef die hervorragende Leistung des 20-jährigen Chelsea-Verteidigers Robert Huth, der erstmals von Beginn an gespielt sowie die Offensivkräfte Ronaldo und Adriano entzauberte hatte. "Heute hat sich gezeigt, dass sich junge Spieler auch gegen eine Weltklasse-Mannschaft durchsetzen können", meinte Huth, der im Star-Ensemble von Chelsea aktuell ein Reservisten-Dasein fristet.
Lob vom Kaiser
Auch der deutsche Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer lobte das Auftreten der Klinsmann-Elf: "Jetzt herrscht eine ganz andere Philosophie in der Nationalmannschaft". DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder gratulierte den deutschen Spielern persönlich und beglückwünschte den Trainerstab mit Ex-Austria-Coach Joachim Löw und Ex-Salzburg-Stürmer Oliver Bierhoff: "Es war ein gewaltiger Schritt nach vorne. Diese Zeichen stimmen uns hoffnungsvoll." Der neue Kapitän und Bayern-Star Michael Ballack warnte vor übertriebenem Optimismus: "Das war nur ein Spiel, es liegt noch ein langer Weg vor uns. Die nächsten Spiele gegen Iran, Kamerun und Thailand werden schwieriger".
Generationenwechsel hat begonnen
Der Anfang eines Generationswechsels im Hinblick auf die Heim-WM 2006 zeichnet sich deutlich ab. Namen wie Hamann, Nowotny oder Bobic wurden vor und nach dem Brasilien-Spiel von Klinsmann nicht einmal mehr erwähnt. Der Schütze des Ausgleichs und dreifache Torschütze im Testspiel gegen Österreich, Kevin Kuranyi, ein gebürtiger Brasilianer, zählt zu den großen Hoffnungen des WM-Gastgebers. Klinsmann hatte den neuen Stürmerstar mit den Worten motiviert: "Mach dein Tor, dann kannst du in Rio nicht mehr so locker an den Strand gehen."
Die Brasilianer, die derzeit in der südamerikanischen WM-Qualifikation vor Argentinien führen, waren mit dem erreichten im Großen und Ganzen zufrieden. "Es war ja nur ein Testspiele, wir können mit dem 1:1 leben. Dieses Remis ist kein Desaster, sondern ein sehr gerechtes Resultat", befand Teamchef Carlos Alberto Perreira. Er musste aber zugeben, dass seine "selecao" viel besser spielen könne als sie es gezeigt habe. "Wir freuen uns, dass wir den Deutschen beim Wiederaufbau helfen durften", fügte der 61-Jährige lächelnd hinzu.
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