Mittwoch, 8. September 2004

Volleyball: Ligastart am Donnerstag - hotVolleys wieder einmal Favorit

  • Neues Ligasystem, alter Favorit - Tirol als "einziger" Herausforderer. Teilnahme von Salzburg ungewiss

Mit der Begegnung zwischen Meister hotVolleys und dem österreichischen Nationalteam (10.30 Uhr) startet am Donnerstag die Aon Volley-League in Wien, in der heuer ein neues Ligasystem zur Anwendung kommt. Topfavorit auf den Meistertitel ist natürlich wieder der Ligadominator der vergangenen Jahre. Die Aon hotVolleys gehen auf den bereits 17. Meisterschaftstitel, den zehnten in Folge los. Eine solche Serie ist bisher noch keiner Mannschaft in der österreichischen Liga geglückt.

Nicht nur auf dem Papier sind die hotVolleys Favorit, auch die Mannschaft selbst ist sich ihrer Stärke bewusst. "Wir sind immer Favorit, egal auf welche Mannschaft wir treffen", betont Manager Peter Kleinmann. Als einzig seriöser erster Herausforderer der Wiener gilt der aktuelle Cupsieger Hypo Tirol. Für die Innsbrucker, die ihre finanziellen Probleme bewältigt haben, wäre es der erste Titel in ihrer Vereinsgeschichte.

Sorgen bereitet derzeit jedoch der Volleyball-Standort Salzburg. Die Liga-Teilnahme der Mozartstädter war am Mittwoch nämlich wegen finanzieller Probleme noch ungewiss. Coach Uli Sernow hoffte aber noch in letzter Minute eine Lösung zu finden, und auch Kleinmann in seiner Funktion als ÖVV-Präsident will alles unternehmen, "um den Volleyball-Standort Salzburg unbedingt zu retten." Die Frist für Salzburg wurde bis Freitag verlängert. "Neben dem Volleyball-Verband ist auch das Land Salzburg daran interessiert, dass Volleyball in Salzburg erstklassig bleibt", betonte Kleinmann, der zuversichtlich ist, dass noch eine Lösung gefunden wird. Das erste für Samstag geplante Spiel des Teams aus der Mozartstadt wird aber verlegt.

Wie auch immer, die Umstellung des Ligasystems ist fix. Gab es in der vorangegangenen Saison bei den Herren noch zwei Gruppen mit gemischter Besetzung, die sich durch die Platzierung aus der Vorsaison ergab, so spielen nun die besten sechs Teams aus der Vorsaison in einer Gruppe ("Pool Speed"), die restlichen sechs Mannschaften bilden die Gruppe "Pool Flash", in der auch das österreichische Nationalteam inkludiert ist. Weiters wurden so genannte Challenge-Matches eingeführt, in denen die Teams von "Pool Speed" jeweils ein Auswärts-Match gegen die Teams aus "Pool Flash" bestreiten.

Nach dem Grunddurchgang (26 Runden) steigen die vier besten Teams aus dem "Pool Speed" direkt ins Viertelfinale auf. Die restlichen vier Teams werden in einem "KO-Achtelfinale" der restlichen zwei Mannschaften aus dem "Pool Speed" und den sechs im "Pool Flash" ermittelt. "Es war unser oberste Anliegen zu demonstrieren, dass wir eine gemeinsame Liga sind und nicht zwei unterschiedliche", erklärt Kleinmann. "Außerdem erhöht sich somit die Attraktivität für den Zuschauer wenn endlich Mannschaften mit großen Namen durch die Challenge-Paarungen zu Gast bei kleineren Teams sind."

Für das Auftakt-Spiel in der Sporthalle der Theodor Kramer Schule gegen das österreichische Nationalteam müssen die hotVolleys auf ihre Top-Legionäre Roko Sikiric (er wird an das kroatische Nationalteam abgestellt) sowie Darko Antunovic (Muskelzerrung) verzichten, sind aber trotzdem haushoch zu favorisieren. Schließlich gibt es mit dem neu verpflichteten serbischen Teamspieler Vladan Djordjevic mehr als nur einen gleichwertigen Ersatz für Sikiric. (apa)

8.9.2004 13:26