Mittwoch, 8. September 2004

Traben: "Hunyady" Gedenkrennen für Jos Verbeeck einfach verhext!

  • 105. Auflage des Klassikers mit 40.000 Euro dotiert

Sie nennen ihn "Hexer", seine Heimat ist das Plateau de Gravelle in Paris-Vincennes, und in seinem Stammbuch stehen Siege in fast allen großen Trabrennen wie der vierfache Erfolg im Prix d'Amerique. Jos Verbeeck, 47-jähriges Enfant terrible der europäischen Traber-Szene, versucht sich am Sonntag (14:00) wie im Vorjahr im Hunyady Memorial in der Krieau.

In der 105. Auflage des mit 40.000 Euro dotierten Wiener Klassikers über eine Rennstrecke von 2.300 Meter will der geborene Belgier bei dem von Philippe Verva trainierten Hengst Indy de Vive in den Sulky steigen. Damit es aber wirklich klappt, muss Verbeeck schon "hexen": Denn der haushohe Favorit hat sich auf den Weiden verletzt, sein Antreten wird sich erst am Donnerstag entscheiden.

Auch der Herausforderer läuft unter dem Banner der Trikolore. Gatsby, zehnjähriger Wallach mit Trainer Philippe Daugeard an den Zügeln, kommt nach einer kurzen Pause erholt an den Start und sollte zu den Favoriten zählen. Gleiches gilt für den deutschen Hengst Oak General. Der sechsjährige Hengst, von Manfred Schub betreut, kann 2003 auf die stolze Bilanz von zwölf Siegen bei 14 Starts verweisen und matchte sich heuer mit der europäischen Spitze. Schnell, aber auf der falschen Distanz ist der italienische Teilnehmer Candid Effe einzustufen. Der von Trainer Battista Congiu gesteuerte Hengst blieb zuletzt unter den Erwartungen.

Nicht zu unterschätzen ist der in Tiroler Besitz stehende und vom Ex-Tiroler Josef Sparber für das Rennen genannte Fantastic Shogun. Der Achtjährige tourte zuletzt durch Europa und blieb in Cagnes sur Mer (mit Catchdriver Jos Verbeeck) erfolgreich. Die Außenseiter Magic Mack As (D. Reif), Renaldo (T. Kananen), Dan Silvio (M. Lindinger) und Harino (U. Wieland) komplettieren das kleine Neunerfeld. (apa)

8.9.2004 11:01