Montag, 6. September 2004

Trotz Abschied bei den US Open: Melzer, Koubek und Peya mit Leistung zufrieden

  • Melzer freut sich schon auf Daviscup und Hallensaison
  • PLUS: Alle Ergebnisse des Turniers in New York!

Der Höhenflug von Österreichs Tennis bei den US Open mit drei Spielern in der dritten Runde, der auch international durchaus Beachtung fand, wurde am Sonntag abrupt beendet. Doch das Aus von Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Alexander Peya war für das Trio kein Grund zum Trübsal blasen, immerhin haben sie mit starken Leistungen in Flushing Meadows gezeigt, dass man mit ihnen nicht nur beim Daviscup in knapp zweieinhalb Wochen vom 24. bis 26. September gegen Großbritannien in Pörtschach wird rechnen müssen.

Trotz der überraschend glatten Dreisatz-Niederlage gegen den Franzosen Michael Llodra zog Jürgen Melzer eine positive Bilanz. "Ich habe mich mit dem Viertelfinale auf Long Island und der dritten Runde hier in den Top 40 festgesetzt. Jetzt gibt es heuer nach dem Daviscup noch fünf Hallenturniere, da möchte ich mich weiter verbessern." Auch sein Coach Karl-Heinz Wetter sieht die Entwicklung von Melzer sehr positiv. "Er hat seine Position ständig verbessert und sein Spiel hat sich total entwickelt. Es ist nicht mehr so viel hopp oder drop, es hat jetzt ein Gesicht."

Wetter erwartet sich daher für den Rest des Jahres noch relativ viel, auch weil Melzer nicht mehr viele Punkte zu verteidigen hat. "Wenn er halbwegs frisch in die Hallensaison reingeht, dann sind noch gute Ergebnisse möglich." Ausgehend von der Top-40-Platzierung, die ihm bis Jahresende bleiben sollte, möchte sich Melzer weiter verbessern.

Zufriedenheit herrschte im Wesentlichen auch bei Koubek und Peya: Koubek hat mit seinem Sieg über den Weltranglisten-Achten Juan Carlos Ferrero wieder aufhorchen lassen, war aber gegen den Aufschlag-Riesen Joachim Johansson in vier Sets gescheitert. "Es war eine gute Woche. Ich habe zwei Fünfsatz-Partien gewonnen, eine davon gegen Ferrero." Er bestätigte jedenfalls den schon auf Long Island gezeigten Aufwärtstrend, als er nach drei Siegen in der Qualifikation auch die erste Runde überstanden hatte. Koubek spielt in der Woche vor dem Daviscup beim ATP-Turnier in Bukarest.

Und Peya hat bei seinem dritten Major-Turnier im Hauptbewerb mit Runde drei sein bestes Resultat erreicht. "Das Turnier bringt mir Selbstvertrauen." Ob auch er vor Pörtschach zur Qualifikation noch diese Woche nach Bukarest reist, ließ er offen. Gemeinsam hat dieses Trio aber eine Novität im rot-weiß-roten Tennis geschafft, denn drei ÖTV-Herren bei einem Grand-Slam-Turnier in Runde drei hatte es bis dato nicht gegeben. Vom möglichen Achtelfinal-Duell Koubek - Melzer, - es wäre das erste Aufeinandertreffen der Beiden überhaupt gewesen -, trennten Österreichs Tennis dann aber doch fünf Sätze. (apa/red)

6.9.2004 10:07