Mittwoch, 8. September 2004

Angriffe unter der Gürtellinie: Cheney sieht bei Wahl Kerrys erhöhte Terror-Gefahr

  • "Rückfall in Anti-Terror-Politik vor 11. September droht"
  • Edwards verurteilt: "Cheney hat Grenze überschritten"

Der Wahlkampf in den USA wird knapp 2 Monate vor der Wahl immer härter und schmutziger. Die Angriffe der Republikaner landen öfters unter der Gürtellinie. US-Vizepräsident Dick Cheney hat unter Hinweis auf drohende Terror-Anschläge vor einer "falschen Entscheidung" bei der Präsidentschaftswahl am 2. November gewarnt. Falls Bush abgewählt würde, würde die Gefahr eines Terroranschlags steigen. John Edwards, Kerrys Vize, verurteilt diese Äußerungen scharf.

"Wenn wir am 2. November die falsche Entscheidung treffen, besteht die Gefahr, dass wir wieder angegriffen werden", sagte Cheney den 350 Zuhörern im Rathaus von Des Moines. Wenn Bushs demokratischer Herausforderer John Kerry gewählt würde, drohe ein Rückfall in die Anti-Terror-Politik aus der Zeit vor dem 11. September 2001.

Damals sei auf Anschläge immer erst nachträglich reagiert worden, während Präsident Bush die Terroristen dort angreife, wo sie ihre Taten vorbereiteten.

Kerry Vize entsetzt: Cheney hat Grenze überschritten!
Der Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten, John Edwards, hat die Äußerungen von US-Vizepräsident Dick Cheney scharf verurteilt, wonach bei einer "falschen Entscheidung" bei der Präsidentschaftswahl am 2. November die Gefahr eines Terroranschlags steige. Cheney habe mit seiner "Verängstigungs-Taktik" eine Grenze überschritten, so Edwards, der die Erklärung Cheneys auch als "unamerikanisch" kritisierte.

"Amerikaner bei neuem Terroranschlag selber schuld?
"Cheney sagt zu den Amerikanern, wenn sie bei den Präsidentschaftswahlen jemand anderen als die Republikaner wählen und ein neuer Terroranschlag verübt wird, sei dies dann ihre Schuld", reagierte Edwards bei einem Wahlkampf-Auftritt in Ohio. "Das ist unamerikanisch. In Wirklichkeit zeigt das einmal mehr dass sie alles tun und sagen werden nur um ihre Jobs zu behalten". Ein Präsident Kerry würde für Amerikas Sicherheit sorgen, ohne das Land dafür zu spalten.
(apa/red)

8.9.2004 10:12
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