Irak-Krieg ist Hauptthema beim Kerry-Wahlkampf: "Das ist der falsche Krieg"
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Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat John Kerry hat seine ersten Amtsschritte nach einem eventuellen Wahlsieg gegen George W. Bush konkretisiert. Als einen ersten Schritt nannte er den Rückzug der US-Truppen aus dem Irak. Einen genauen Zeitpunkt für einen Truppenabzug nannte Kerry am Montag bei seinem Wahlkampfauftritt in Canonsburg nicht. Dies sei erst möglich, wenn gewisse Bedingungen wie die Gewinnung von Verbündeten erfüllt seien.
Die US-Regierung müsse der Welt klar machen, dass sie nicht vorhabe, langfristig Militärstützpunkte und Truppen im Irak zu lassen. "Wir wollen diese Truppen zu Hause haben, und mein Ziel wäre es, sie in meiner ersten Amtszeit nach Hause zu bekommen. Ich glaube, das ist machbar." Sollte Kerry die Wahl am 2. November gewinnen, würde seine erste Amtszeit im Jänner 2009 enden.
Kerry stellte klar, die US-Truppen würden unter ihm als Präsidenten nur so lange im Irak bleiben bis Sicherheit hergestellt sei. "Wir müssen tun, was wir tun müssen, um dort heraus zu kommen. Und wir müssen es richtig machen." Er plädierte für den Einsatz internationaler Truppen im Irak, um einen effizienteren und klügeren Kampf gegen den Terror zu führen und dadurch die Sicherheit der Amerikaner zu erhöhen.
Gleichzeitig griff Kerry die Irakpolitik seines Rivalen und Amtsinhabers Bush scharf an. "Das ist der falsche Krieg, am falschen Ort, zum falschen Zeitpunkt", warf er Bush vor. "Ich hätte nicht nur eins im Irak anders gemacht als der Präsident, ich hätte alles anders gemacht." Er wies zugleich Vorwürfe zurück, nachher alles besser zu wissen. Er habe diese Position von Anfang an bezogen, bereits zu Beginn der Irak-Debatte. "Ich habe gesagt: Herr Präsident, ziehen Sie nicht in den Krieg. Nehmen Sie sich die Zeit, ein rechtmäßiges Bündnis aufzubauen. Und entwickeln Sie einen Plan, um den Frieden zu gewinnen." Bush habe in allen drei Punkten versagt.
Bei seinem Auftritt am Montag hatte Kerry auf Anraten demokratischer Mitstreiter zunächst versucht, das Thema der nationalen Sicherheit auszusparen, da dieses als Kernthema Bushs gilt. Kerry konzentrierte sich auf Wirtschaftspolitik und andere innenpolitische Fragen, aber einige seiner Anhänger brachten den Irak dann doch zur Sprache.
(apa/red)
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