"Interne Aufklärung" der Tragödie? Putin stellt sich gegen öffentliche Untersuchung
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Experte: Erstürmung der Schule in Beslan geplant
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich gegen eine öffentliche Untersuchung des Geiseldramas von Beslan ausgesprochen. Dies berichtete die britische Zeitung "The Guardian" nach einem Gespräch Putins mit ausländischen Korrespondenten am Montagabend bei Moskau. Putin sagte, es werde eine interne Aufarbeitung der Tragödie geben.
Wenn das russische Parlament eine eigene Untersuchung machen wolle, werde er sich nicht dagegen sträuben, schrieb der "Guardian" in seiner Dienstagausgabe.
Georgische Journalisten verhaftet
Georgien hat am Montagabend die Freilassung von zwei während des Geiseldramas festgenommenen georgischen Journalisten gefordert. Die beiden Reporter des Privatsenders Rustawi-2 seien am Freitag in der nordossetischen Stadt Beslan verhaftet worden, als sie über die dreitägige Geiselnahme in der Schule Nummer 1 berichteten.
Die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf Sicherheitskreise, die georgischen Reporter hätten keine gültigen Reisedokumente bei sich gehabt. Auch ein Journalist des Fernsehsenders Al Arabija, der über das Geiseldrama berichtet hatte, wurde festgenommen. Amro Abdel Hamid, der Leiter des Al-Arabija-Büros in Moskau, sei am Montag auf dem Rückweg aus Beslan in Gewahrsam genommen worden, teilte ein Mitarbeiter mit.
Chefredakteur der "Iswestija" zurückgetreten
Ebenfalls am Montag war der Chefredakteur der angesehenen russischen Tageszeitung "Iswestija", die besonders emotional über das Geiseldrama berichtet hatte, zurückgetreten. Raf Schakirow sagte dem Sender Radio Liberty, er sei wegen der Zeitungsausgabe vom Samstag zum Rücktritt gezwungen worden.
Einen Tag nach der blutigen Beendigung des Geiseldramas durch die russischen Sicherheitskräfte hatte "Iswestija" großformatige und schockierende Fotos von verwundeten und toten Kindern gezeigt.
(apa/red)
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