Sonntag, 12. September 2004

Düstere Allawi-Bilanz: 3.000 Tote und 12.000 Verletzte bei Angriffen im Irak

  • Auf welchen Zeitraum sich Zahlen beziehen ließ er offen
  • Regierungschef kündigt Verbesserung der Sicherheit an

3.000 Tote und 12.000 Verletzte - das ist die traurige Bilanz die Regierungschef Iyad Allawi über die bisherigen Angriffe im Irak zog. Auf welchen Zeitraum sich diese Zahlen beziehen, ließ Allawi in Basra offen. Vermutlich gelten die Angaben jedoch für die Zeit nach dem Sturz Saddam Husseins im April 2003.

Der Übergangs-Regierungschef kündigte für den kommenden Monat eine spürbare Verbesserung der Sicherheitslage an. Landesweit würden zwölf Einheiten irakischer Truppen aus Armee und Nationalgarde mit insgesamt rund 7200 Mann stationiert. Die militärischen Kommandanten sollten zudem alle Mittel zur Verfügung bekommen, um Öleinrichtungen schützen zu können.

Allein an diesem Wochenende waren bei einer Serie von Angriffen und Anschlägen mit mindestens fünf Autobomben im Irak weit mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Im Stadtzentrum von Bagdad starben bei Kämpfen zwischen US-Soldaten und Aufständischen am Sonntag mindestens 13 Menschen, 45 weitere wurden verletzt. In Ramadi 100 Kilometer westlich von Bagdad, griffen die Rebellen an mehreren Stellen US-Verbände an, berichteten Augenzeugen. Nach Angaben von Krankenhausärzten wurden dabei 11 Menschen getötet und 41 verletzt.
(apa/red)

12.9.2004 19:23