Samstag, 11. September 2004

Terror in Saudiarabien: Autobomben- Anschlag auf Saudi-American-Bank

  • Attentäter verschanzen sich in Haus nahe US-Botschaft
  • 200 Polizisten umstellten das Gebäude

In der saudiarabischen Stadt Jeddah sind am Samstag offenbar zwei Auto-Bomben explodiert. Nach Auskunft aus Sicherheitskreisen handelte es sich um keine starken Explosionen. Die Sprengsätze gingen den Angaben zufolge nach einander in Fahrzeugen hoch, die vor Banken in der City abgestellt waren.

Bei der ersten Explosion im Heck eines Fahrzeugs wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen und von Augenzeugen der Fahrer verletzt. Ob es bei der zweiten Explosion, die sich in einem Auto vor einer anderen Bank ereignete, Verletzte gab, war zunächst nicht bekannt.

In Sicherheitskreisen war die Rede von einer relativ geringfügigen Explosion im ersten Fall. Aus einer anderen Quelle der Kreise verlautete, die Polizei fahnde nach einem Mann, der den verletzten Fahrer ins Krankenhaus gebracht habe und danach verschwunden sei. Die Polizei habe den Wagen des Mannes bis zu dessen Wohnung verfolgt und dort zwei Familienangehörige vorläufig festgenommen.

Attentäter in Haus verschanzt?
Mehrere weitere Extremisten seien mit einem gestohlenen Wagen zu einem unbewohnten Haus 700 Meter von der amerikanischen Vertretung entfernt geflüchtet und hätten sich dort verschanzt. 200 Polizisten haben nach Angaben des Senders das Haus umstellt.

Ein Vertreter der saudischen Sicherheitsbehörden sagte, vier Personen hätten sich in dem Fahrzeug befunden. Die Detonation in dem Stadtteil al-Bawadi habe sich ereignet, als sie vor der dortigen Filiale der Saudi-American Bank hätten aussteigen wollen.

Ein US-Vertreter sagte, obwohl es keine Zwischenfälle am US-Konsulat in der Stadt Jeddah gegeben habe, werde das Konsulat vorsorglich für den Rest des Tages für den Publikumsverkehr geschlossen.
(apa)

11.9.2004 11:34