Nach Entführung im Irak: Italien bemüht sich um Freilassung der zwei Frauen
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Die Regierung in Rom setzt ihre diplomatischen Bemühungen um Hilfe für die beiden entführten Italienerinnen im Irak fort. Eine hohe Abgesandte des Außenministeriums sei in der syrischen Hauptstadt Damaskus zu Gesprächen eingetroffen, berichtete das staatliche italienische Fernsehen am Samstag. Sie wolle auch mit Vertreterinnen syrischer Frauenvereinigungen sprechen. Anschließend reise sie in den Jemen weiter.
Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi hatte bereits am Freitag erneut zur Freilassung der beiden seit Dienstag verschleppten Mitarbeiterinnen einer Hilfsorganisation aufgerufen. Etwa 8.000 Menschen gingen am Abend in Rom in einem Fackelzug auf die Straße. Auch der Papst hatte bereits die Freilassung der beiden 29-Jährigen gefordert.
Zu der Entführung hatte sich eine islamische Terrorgruppe namens "Ansar al Zawahiri" bekannt. Dies sei eine "eine erste Attacke gegen Italien, der weitere folgen werden", meinte die Gruppe im Internet. Italien wird vor allem wegen der Präsenz von fast 3.000 Truppen im Irak seit längerem von Terrorgruppen bedroht.
Erst jüngst töteten sie einen italienischen Journalisten im Irak, vor einigen Monaten einen jungen italienischen Sicherheitsbeamten. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte immer wieder klar gemacht, er werde hart bleiben und die Truppen nicht aus dem Irak zurückziehen
(apa/red)
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