Terror-Anschlag auf Botschaft in Jakarta: Islamisten-Gruppe bekennt sich
- Australien sei "einer der schlimmsten Feinde Gottes"
- Indonesische Polizei geht von Selbstmord-Anschlag aus
·Terroranschlag auf Australiens Botschaft
Indonesien: 9 Menschen von Autobombe getötet
Die Islamistengruppe Jemaah Islamiyah (JI) hat in einer im Internet veröffentlichten Erklärung die Verantwortung für den Anschlag in Jakarta übernommen. Australien sei "einer der schlimmsten Feinde Gottes und des Islams", hieß es in der am Donnerstag auf einer islamistischen Webseite veröffentlichten Erklärung, deren Echtheit zunächst nicht bestätigt werden konnte.
Ein Gotteskämpfer habe erfolgreich eine "Märtyreroperation" ausgeführt und die Autobombe vor der australischen Botschaft gezündet, ist in der Erklärung weiter zu lesen. Die australischen und indonesischen Behörden hatten JI zuvor bereits des Anschlags mit neun Toten verdächtigt.
Nach Angaben der indonesischen Polizei hat vermutlich der malaysische Extremist Asahari Husin die Bombe gebaut. Die indonesische Polizei sucht Husin auch als Drahtzieher des Anschlags auf Bali, bei dem im Oktober 2002 202 Menschen getötet worden waren. Durchgeführt wurde das Ganze dann vermutlich als Selbstmordanschlag.
War indonesische Polizei gewarnt?
Die indonesische Polizei hat nach Angaben des australischen Premierministers John Howard kurz vor dem tödlichen Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta eine entsprechende Warnung erhalten. Bei der Polizei sei am Donnerstag um 09.30 Uhr (Ortszeit) eine Drohung eingegangen, dass westliche Botschaften angegriffen werden könnten, wenn der in Jakarta einsitzende islamistische Geistliche Abu Bakar Bashir nicht freigelassen werde, sagte Howard am Freitag vor Journalisten in der australischen Hauptstadt Canberra.
Etwa eine Dreiviertelstunde später habe sich der Bombenanschlag vor der Botschaft in der indonesischen Hauptstadt ereignet - seines Wissens nach hätten die indonesischen Behörden die Drohung aber erst gegen 17.30 Uhr (Ortszeit) an die australische Polizei weitergeleitet.
(apa/red)
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