Jetzt ist es amtlich: Keinerlei gefundene Massenvernichtungswaffen im Irak
- Endbericht der Iraq Survey Group in zwei Wochen
- Werden US-Präsidentschaftswahlen beeinflusst?
·Clinton: "Irakkrieg zur falschen Zeit"
Eingriff erst nach UN-Waffen-Inspektionen
·Weltweite Stimmen zur Irak-Resolution
Bush: Irak wird nun frei, friedlich & demokratisch!
·Irak: Bereits 1.000 US-Soldaten getötet!
Neuer Zündstoff für den laufenden Wahlkampf
Nun steht es offiziell fest. Im Irak wurden keine Massenvernichtungswaffen gefunden. Zu diesem Schluss kommt die Iraq Survey Group in ihrem Endbericht. Die Konklusio veröffentlichte bereits jetzt die britische Tageszeitung "The Guardian". Allerdings sei die Gefahr durch Saddam Hussein "real" gewesen, heißt es in dem Bericht weiter.
Die Unauffindbarkeit der Massenvernichtungswaffen, die in der Vorbereitung des Kriegs das Hauptargument der USA und Großbritanniens für den weltweit umstrittenen Einsatz gegen das Land gewesen waren, hat mehr als alles andere die Glaubwürdigkeit der Führungen in Washington und London untergraben. Schrittweise mussten US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair seither ihre Aussagen zurücknehmen. Beide halten aber bis heute daran fest, dass der im März 2003 begonnene Angriff auf den Irak richtig gewesen sei.
Zeitpunkt für beide Regierungschefs ungünstig
Eine Veröffentlichung des Endberichts der Iraq Survey Group in zwei Wochen kommt beiden Politikern ungelegen. Für Bush fallen die für ihn unangenehmen Schlussfolgerungen in die entscheidende Phase des Präsidentschaftswahlkampfs. Blair steht Ende des Monats der Labour-Parteitag bevor, auf dem ihm eine neuerliche Debatte über den Irak-Krieg eine Menge unwillkommener Fragen zu bescheren droht. (apa)
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