Drei Jahre nach 9/11: Vizechef von El Kaida meldet sich in neuem Video zu Wort
- Sawahiri lobt Unterstützung in Afghanistan
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Angriff auf die USA
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Die Nummer zwei des El-Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden, der Ägypter Aiman al Sawahiri, hat sich kurz vor dem dritten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in einem neuen Video zu Wort gemeldet. Die Kämpfer des heiligen Krieges würden besonders in Afghanistan große Unterstützung durch die Bevölkerung erfahren, sagte Sawahiri in dem Video, das am Donnerstagabend vom katarischen Fernsehsender Al Jazeera ausgestrahlt wurde.
"Der Osten und der Süden Afghanistans sind ein offenes Aktionsfeld für die Mudschahedin geworden", sagte Sawahiri in der Aufnahme. Neben dem vor schwarzem Hintergrund sprechenden 53-Jährigen war ein angelehntes Sturmgewehr vom Typ AK-74 mit montiertem Granatwerfer zu sehen.
Zuletzt hatte Sawahiri im Juni in einem Tonband die Reforminitiative der USA für den Nahen Osten angegriffen. Der studierte Arzt gilt als intellektueller Wegbereiter der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA. Der Leibarzt von Bin Laden wird von den USA und Interpol weltweit gesucht.
"USA am Rand der Niederlage"
Die USA stehen nach Auffassung des Terrornetzwerkes El Kaida im Irak und in Afghanistan am Rande der Niederlage. Sawahiri erklärte in dem Video ferner, in Afghanistan seien die US-Truppen "in die Schützengräben" getrieben worden und weigerten sich, herauszukommen, um sich direkt den Mudschahedin zu stellen.
Die USA und ihre Alliierten müssten ständig mit Märtyrer-Anschlägen rechnen, hieß es in dem am Donnerstag ausgestrahlten Video weiter. Der südliche und östliche Teil Afghanistans seien zu einem komplett offenen Feld für die Aufständischen geworden. In diesen Landesteilen kam es zuletzt immer wieder zu Übergriffen auf westliche Truppen und auf Wahllokale. Die Alliierten hatten das Taliban-Regime nach den Anschlägen auf New York und Washington 2001 gestürzt.
Ohne die Hilfe der pakistanischen Armee wären die US-Soldaten schon längst aus Afghanistan geworfen worden, ergänzte der Sawahiri. Pakistan flog erst am Donnerstag einen Luftangriff auf ein mutmaßliches El-Kaida-Lager an der Grenze zu Afghanistan. Dabei sollen nach Militärangaben mindestens 50 Kämpfer ums Leben gekommen sein. (apa)
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