Donnerstag, 9. September 2004

Pakistan: Luftangriffe auf vermutete El Kaida-Verstecke im Grenzgebiet

  • Mindestens 50 Tote an der Grenze zu Afghanistan
  • Taliban-Mitglieder während Zusammenkunft überrascht

Die pakistanische Luftwaffe hat Luftangriffe auf vermutete El-Kaida-Verstecke im Grenzgebiet zu Afghanistan geflogen. Dabei wurden 50 Menschen getötet, wie ein Sprecher der Streitkräfte mitteilte.

In dem Lager in der pakistanischen Provinz Südwaziristan sollen ausländische Kämpfer - darunter auch Usbeken, Araber und Tschetschenen - ausgebildet worden sein. Sie hätten dort Sabotage und Terroranschläge trainiert. Generalmajor Shaukat Sultan sagte gegenüber dem Sender ARY, es habe 50 Tote gegeben, und das Lager sei völlig zerstört worden.

Laut Augenzeugenberichten sollen 40 Mitglieder der Taliban-Milizen und andere Islamisten während einer Zusammenkunft in dem Dorf Laggimanzai nahe der afghanischen Grenze angegriffen worden sein. Ein Dorfbewohner sagte gegenüber Reuters, zahlreiche Zivilisten seien bei einem folgenden Luftangriff getötet worden, als sie sich versammelten, um die Schäden zu begutachten.

Am Mittwoch waren bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Terroristen im halbautonomen Stammesgebiet mindestens acht Menschen getötet worden. Im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet werden El-Kaida-Chef Osama bin Laden und Taliban-Führer Mullah Omar vermutet. (apa)

9.9.2004 09:33