Erneut Großeinsatz im Gazastreifen: Israel will palästinensische Raketen zerstören
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Die israelische Armee hat am Mittwoch einen neuen Großeinsatz im Gazastreifen begonnen. Die Streitkräfte drangen in der Nacht von Norden und Süden aus mit zahlreichen Panzern und gepanzerten Fahrzeugen tief in das teilautonome Gebiet ein, wie israelische Medien berichteten. Ziel der Operation ist es, den Beschuss israelischer Ziele mit palästinensischen Kassam-Raketen zu verhindern.
Im Westjordanland explodierte unterdessen in der Nähe einer israelischen Patrouille ein mit Sprengstoff beladenes Auto. Dabei wurde jedoch niemand verletzt. Entgegen ersten Berichte von einem getöteten palästinensischen Fahrer wurde die Bombe nach Angaben beider Seiten vermutlich aus der Entfernung gezündet. Die Fatah-Splittergruppe Al-Aksa-Brigaden bekannte sich zu der Tat.
Im Gazastreifen drangen die Truppen, die von Hubschraubern begleitet wurden, auf Positionen bei Beit Hanun im Norden und bei Khan Yunis im Süden vor. Aus Beit Hanun hatte sich die israelische Armee erst vor einem Monat zurückgezogen. Ein israelischer Armeesprecher sagte am Mittwoch, die neue Operation sei "zeitlich nicht begrenzt". Ungeachtet des Einsatzes feuerten militante Palästinenser erneut mehrere Kassam-Raketen ab.
Der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei (Abu Ala) hat nach Meinungsverschiedenheiten mit Palästinenserpräsident Yasser Arafat erneut mit seinem Rücktritt gedroht. Korei habe bei einer Sitzung mit Arafat gefordert, eine für den 23. September in New York vorgesehene Geberkonferenz für die palästinensische Autonomiebehörde zu verschieben, teilte ein Mitarbeiter der Autonomiebehörde am Mittwoch mit. Arafat habe dies aber abgelehnt.
Bei der Auseinandersetzung am Dienstagabend habe Korei gesagt, er könne "so nicht weiterarbeiten" und damit die Möglichkeit seines Rücktritts ins Spiel gebracht. Arafat habe Korei am Mittwoch schließlich angerufen, um die Gemüter zu beruhigen. (apa/red)
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