Korrekturen in der Rechtschreibreform? Gehrer: "Ausräumen von Schwachstellen"
- SP-Bildungssprecher fordert Kleinschreibung
- PLUS: Alle Details zur Rechtschreibreform
·Duden-Neuauflage wurde veröffentlicht!
Auch "Wunderwuzzi" und "Blitzgneißer" dabei!
·Stichwort: Neue Rechtschreibung
Reform seit 1. August 1998 verbindlich
·Rechtschreibung als Herausforderung
TESTEN: Wie gut kennen Sie die neuen Regeln?
Kein Ende in der Diskussion um die Abänderung der neuen Rechtschreibung. Bildungsministerin Gehrer kann sich nun doch vorstellen die Reform nochmals zu überarbeiten. Ein gemeinsamer Rat allter deutschsprachigen Länder sollte sich "anschauen, wie es in den Schulen läuft, wo grobe Fehler gemacht werden und welche Regeln unvernünftig sind", so Gehrer.
Es gebe aber "sicher kein Zurück zur alten Schreibweise", vielmehr gehe es um ein "Ausräumen der Schwachstellen", so Gehrer in der "Kronen Zeitung". In der Schweiz etwa werde kein "ß" geschrieben. Vielleicht könnte in Österreich darüber diskutiert werden, so Gehrer weiter.
Die Kinder hätten die neue Rechtschreibung gelernt, deshalb werde man grundsätzlich dabei bleiben, betonte Gehrer. Im Übrigen sei die Rechtschreibung ja kein Gesetz: "Es wird niemand bestraft, wenn er falsch schreibt, weder mit einer Geldstrafe noch mit Gefängnis".
Laut Gehrer wird es allerdings eine zwischenstaatliche Kommission gemeinsam mit Deutschland und der Schweiz geben, die vereinzelte "Schwachpunkte" der Rechtschreibung überprüfen soll. Als Beispiel nannte die Ministerin etwa, dass "du" klein, "Sie" aber groß geschrieben werde. Dies sie "nicht recht einsichtig", meinte Gehrer. Sprache entwickle sich jedenfalls immer weiter. Nach den bisherigen Plänen soll die Reform ab 1. August 2005 verbindlich gelten.
SP-Bildungssprecher fordert Kleinschreibung
Obwohl Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) am Freitag bei der Regierungsklausur in Retz klar gemacht hat, "dass es kein Zurück zur alten Rechtschreibung geben wird", ortet SP-Bildungssprecher Erwin Niederwieser ein "Einlenken" Gehrers. So begrüßt er ihren Vorschlag, zu diskutieren, ob man beim scharften "ß" bleiben müsse oder wie die Schweizer darauf verzichten zu können. Als weiteren Schritt kann sich Niederwieser die Einführung der Kleinschreibung vorstellen, ob "gemäßigt", also nur Namen und Satzanfänge groß, oder "konsequent", wolle er dem Rechtschreib-Rat überlassen. (apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
