Raue Sitten in Kärntner Rotlichtszene: Mit Panzerabwehrgeschoß gegen Bordell!
- Gebäude schwer beschädigt, aber niemand verletzt
Mit einem Panzerabwehrgeschoß feuerten Unbekannte Dienstag früh in Feldkirchen auf ein Bordell. Das Geschoß schlug im ersten Stock des Gebäudes ein, in dem sich zu dem Zeitpunkt niemand aufhielt. Die Gendarmerie ermittelt in Richtung Rotlichtmilieu.
Der Anschlag ereignete sich knapp vor 5.30 Uhr, wurde jedoch erst um 7.00 Uhr von der Putzfrau bemerkt, die sofort die Gendarmerie alarmierte. "Die Täter dürften das Geschoß von einem Hang in 50 Meter Entfernung abgefeuert haben", sagte ein Beamter am Dienstag. Der Geschoßkopf blieb in einer Tür im Inneren des Hauses stecken, der Einschlag richtete schwere Schäden an.
Die Ermittler vom Bezirkskommando Feldkirchen und der Kriminalabteilung des Landes Kärnten gehen bei ihren Erhebungen von einer Auseinandersetzung im Rotlichtmilieu aus. "Konkrete Hinweise haben wir vorerst aber nicht", hieß es zu Mittag. Es hatten wohl mehrere Anrainer den Knall gehört, als das Panzerabwehrrohr abgefeuert wurde, doch dürfte niemand die Täter gesehen haben. Der Betreiber des Bordells hat unterdessen eine Ergreiferprämie ausgesetzt.
Das Panzerabwehrgeschoß dürfte aus einem Militärlager in Osteuropa stammen. Laut Chefinspektor Johann Walker konzentrierten sich die Ermittler vorerst auf die Spurensichererung, danach wird man versuchen, die Herkunft der Waffe zu eruieren. Die Täter, vermutlich eine organisierte Bande, werden von den Behörden als gefährlich eingestuft.
Das Geschoß hat an dem Gebäude schwere Schäden angerichtet, ein Teil des Mauerwerks ist eingestürzt, das Dach wurde teilweise weggerissen. Der Betreiber des Etablissements setzte eine Prämie von 2.000 Euro auf die Ergreifung der Täter aus.
(apa)
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