Kuriose "Heldentat": LKW-Fahrer demolierte vermeintliches Einbrecherauto
- Es gehörte aber einem braven Familienvater
- Werkzeug am Rücksitz war für LWK-Fahrer verdächtig
Das kommt davon, wenn man Superman spielen will: Ein deutscher Lkw-Fahrer hat geglaubt, in Ohlsdorf (Bezirk Gmunden) eine Heldentat zu vollbringen: Er sah auf dem Rücksitz eines geparkten Pkw Werkzeug und dachte, es gehöre einem Einbrecher. Der Deutsche demolierte mit seinem Zugfahrzeug das Auto und meldete sein Werk stolz der Gendarmerie. Doch der Wagen gehörte einem braven Familienvater. Der Schaden beträgt rund 6.000 Euro. Der Fahrer wurde angezeigt.
Der 46-jährige Berufsfahrer aus Duisburg suchte sich am Wochenende einen Ort, um dort die Ruhepause bis Sonntagabend zu verbringen. Während er den Sattelaufleger auf einem Parkplatz an der Westautobahn abstellte, fuhr er mit dem Zugfahrzeug nach Ohlsdorf.
Seine weitere Version von dem Zwischenfallfall: Ihm fiel nahe seinem Parkplatz ein Kleinwagen auf, auf dessen Rücksitz Werkzeug lag, unter anderem eine Hacke. Er habe es für Einbruchswerkzeug gehalten. Deshalb habe er seine Zugmaschine gestartet und den verdächtigen Wagen von der Straße weg gegen einen Baum geschoben.
Voller Stolz über seine Heldentat rief er Sonntagnachmittag die Gmundner Gendarmerie an und berichtete, er habe ein Verbrechen verhindert. Die Beamten rückten aus und untersuchten den Vorfall. Der Pkw war total demoliert - Schaden rund 3.000 Euro.
Doch der kaputte Pkw gehörte keinem Einbrecher, sondern einem braven Familienvater. Statt einer Belobigung gibt es jetzt für den Lkw-Fahrer eine Anzeige wegen "schwerer Sachbeschädigung". Auch am Laster entstand ein Schaden von rund 3.000 Euro.(apa)
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