Donnerstag, 2. September 2004

Prunk & Panettone mit Flair genießen: Ein Streifzug zu den Hot-Spots von Mailand

  • Welche spektakulären Aussichten die Metropole bietet
  • PLUS: Kunst, Panorama & natürlich Mode im Überblick

Die norditalienische Metropole ist nicht nur für seine berühmte Modemesse bekannt. Die mondäne Stadt punktet auch mit Kunst und Kultur sowie jede Menge Flair. Jetzt am Ende des Sommers ist die perfekte Zeit um Mailand zu erleben. Wer sich einen spektakulären Überblick verschaffen möchte, für den keinen besseren Platz als das Dach des Doms. Ein Ausblick bis zu den Alpen ist dabei garantiert.

Um diese einzigartige Weitsicht zu genießen, kann man Treppe oder bequemer den Fahrstuhl an der Nordseite des Mailänder Doms nehmen. Der Dom zählt übrigens zu den berühmtesten Bauwerken Italiens. Über 400 Jahre dauerten die Arbeiten am größten gotischen Gebäude des Landes. 1386 wurde der Grundstein gelegt, 1805 die Fassadenarbeiten beendet. Das beeindruckende Bauwerk mit seinen fünf Schiffen erstreckt sich ganz in weißem Marmor über eine Länge von 157 Metern.

Mode & Campari
Wer sich lieber den modischen Genüssen hingeben möchte, der sollte der mondänen Galleria Vittorio Emanuele II, kurz "Galleria" einen Besuch abstatten. Sie verbindet den Domplatz mit der Piazza della Scala, wo die weltberühmte Oper steht. Die Galleria ist die erste Adresse der Stadt - mit Luxusgeschäften und Restaurants. Alle italienischen Edel-Designer sind hier mit einer Boutique vertreten. Und an der Ecke zum Domplatz gibt es den wirklich originalen Campari, denn hier erfand Gaspare Campari im 19. Jahrhundert den roten Bitter.

Shopping & Panettone
Gegenüber des Doms liegt das Kaufhaus Rinascente. Attraktion: Die Bar im achten Obergeschoss. Dort lässt sich ein Espresso oder ein Latte Macchiato genießen - mit Panoramablick auf den mächtigen Dom. Zum Café empfiehlt sich übrigens ein Kuchen, für den Mailand weltberühmt geworden ist: den Panettone. Der luftige Früchtekuchen ist saftig, würzig und nicht zu süß. Einheimische lieben ihn übrigens nicht nur zu heißen Getränken, sondern auch zu Moscato und Spumante.

Kunst & Kultur
Zweites Wahrzeichen der Stadt ist die Scala, Italiens berühmtestes Opernhaus - mit über 2.000 Plätzen zugleich eines der größten Musiktheater weltweit. Unweit der Piazza della Scala gelegen: das Museo Poldi Pezzoli mit einer einzigartigen Gemäldesammlung, darunter Werke von Pietro del Pollaiolo und Sandro Botticelli. Das unzweifelhaft bekannteste Kunstwerk aber prangt in der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie. Den ehemaligen Speisesaal der Mönche dekorierte Leonardo da Vinci mit einem Fresko, das die ganze Wand einnimmt: "Das letzte Abendmahl", ein Meisterwerk der Kunstgeschichte und heute Weltkulturerbe.(red)

2.9.2004 15:01