Hotelier Holleis' kühne Pläne: FORMAT über Mega-Skigebiet und Kasino-Projekt
- Salzburger Hotelier plant breits zwei neue Großprojekte
- Dafür möchte er sogar das Kasinomonopol knacken

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Nach "Albtraum" in Istrien nimmt der Salzburger Hotelier Wilfried Holleis nun Anlauf für zwei Großprojekte. Er will das Kasinomonopol knacken und plant ein Mega-Skigebiet zwischen Saalbach und Kaprun. FORMAT weiß mehr über die Vorgeschichte sowie die kühnen Pläne des Hoteliers.
Der in Zell am See beheimatete Hotelier Wilfried Holleis, am Mittwoch von einer Geschäftsreise aus Kroatien heimkehrt, versprüht erstmals seit drei Wochen wieder gute Laune. Denn das Handelsgericht in Zagreb hat in zweiter Instanz endlich ein Urteil revidiert, das dem 44-jährigen Salzburger seit über zwei Jahren schwer im Magen lag. Holleis: "Endlich ist die Liquidationsgefahr vom Tisch."
Vorgeschichte
Die Vorgeschichte: 1999 hatte sich der Besitzer der beiden Nobelherbergen Salzburger Hof und Grandhotel in Zell mit 50,1 Prozent in das Hotel Katarina in Kroatien eingekauft. 300 Meter vor der malerischen Kulisse der Altstadt von Rovinj, auf der Hotelinsel Katerina, erweiterte der Österreicher ein altösterreichisches Schloss zu einer luxuriösen Hotelanlage mit 350 Betten. Kleiner Haken an dem Investment ins autofreie Paradies: Nach einem Eigentümerwechsel seiner Co-Gesellschafter versuchte die halbstaatliche Tabakfabrik TDR als neuer Mitbesitzer den Österreicher mit allen Mitteln zu vertreiben. "Was ich danach mitgemacht habe", stöhnt Holleis, "war eine Mischung aus Mafiafilm und Alptraum."
Manipulationen und Drohungen
Nach Manipulationen im örtlichen Grundbuch und immer handfesteren Drohungen lief Holleis Gefahr, sein gesamtes Investment von über 15 Millionen Euro zu verlieren. Erst seit das Handelsgericht Zagreb jetzt nach über zwei Jahren das Ersturteil des Handelsgerichts Rijeka aufgehoben hat, ist die Gefahr gebannt. Nun darf Holleis seinem Erzrivalen, wie im ursprünglichen Kaufvertrag vereinbart, um 2,2 Millionen Euro die Minderheitsanteile abkaufen: "Das ist über meinen Fall hinaus ein positives Signal für den kroatischen Tourismus, der heuer stagniert und dringend Kapital für zukunftsweisende Hotelprojekte braucht."
Kasinomonopol knacken
Der Albtraum in Istrien war gerade beendet, als der Hotelier daheim bereits eine neue Front eröffnete: Gemeinsam mit Matthias Krenn, Bürgermeister und Hotelier im Kärntner Bad Kleinkirchheim sowie Vizepräsident der Wirtschaftskammer, will Holleis nun das österreichische Glücksspielmonopol knacken.
Das Duo beantragt, unterstützt von Rechtsanwalt Norbert Gugerbauer, beim Verfassungsgerichtshof die Erteilung von Glücksspiellizenzen für Zell am See und Bad Kleinkirchheim. Kasinos, so die Argumentation, würden die Tourismussaison verlängern und das Tourismuswachstum vervierfachen. Gugerbauer über seinen Vorstoß, dem Experten geringe Erfolgschancen einräumen: "Der Verfassungsgerichtshof kann die Zahl der Konzessionen erhöhen oder gleich sagen, das Monopol ist nicht mehr zeitgemäß."
Mega-Skigebiet
Als Fremdenverkehrsobmann von Zell am See arbeitet Wilfried Holleis an einem weiteren Großprojekt: Er will die Skigebiete Saalbach-Hinterglemm und Europa Sportregion Zell/Kaprun zu Österreichs größtem Skigebiet fusionieren. Die neue "Europa Sportregion" (390 Hotels, 30.000 Betten und vier Millionen Nächtigungen) wäre eine der größten Tourismusdestinationen der Alpen. Holleis: "Das wird wohl ein paar Jahre dauern."
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