Rekordjahr für heimischen Tourismus: Österreich Werbung erwartet Umsatzplus
- Gute Zuwächse verbucht vor allem der Städtetourismus
- Neue Initiativen sollen noch mehr Urlauber anlocken

·Wien-Tourismus: Top-Juli mit +12,9%!
Nächtigungsumsatz im 1. Halbjahr: Plus 15 Prozent!
·Sommertouristen blieben bisher aus
Rund 6 Prozent Minus bei Inlandsübernachtungen
·Reise: Spitzenplatz für Österreich!
Rang 7 im internationalen Besucherzahlen-Ranking
Der Tourismus in Österreich blickt nach einem stärkeren August heuer einem neuen Rekordergebnis entgegen. Nach einer wetterbedingt schwächeren ersten Sommerhälfte sei die Auslastung im August sehr gut gewesen und auch für Herbst gebe es "schon viele Reservierungen", sagte der Chef der Österreich Werbung (ÖW), Arthur Oberascher, am Rande einer Pressekonferenz in Brüssel.
Insgesamt glaubt Oberascher daher, "dass das Rekordjahr 2003 heuer noch einmal übertroffen werden könnte". Beim Umsatz werde der heimische Tourismus auf jeden Fall 3 bis 3,5 Prozent über dem Vorjahr liegen, so der der ÖW-Chef.
Schwache erste Sommerhälfte
Von Mai bis Juli hatten der österreichische Tourismus ein Nächtigungsminus von 1,1 Prozent verzeichnet. Starke Rückgänge gab es vor allem bei inländischen Gästen (minus 4,9 Prozent). Positiv sei außerdem, dass trotz des schlechten Wetters die Gäste aus dem Ausland nicht ausgeblieben seien, die Zahl der Nächtigungen von ausländischen Gästen ist sogar leicht gestiegen (um 0,8 Prozent). Erfreulich sei vor allem, dass trotz der wirtschaftlich angespannten Situation in Deutschland die Zahl der deutschen Gäste seit Jahresbeginn praktisch konstant geblieben sei.
Boom im Städtetourismus
Dass die Tourismussaison 2004 dennoch ein deutliches Umsatzplus bringen wird, ist laut Oberascher vor allem auf einen Boom im Städtetourismus zurückzuführen. Allein der Wien-Tourismus hatte im Juli ein Nächtigungsplus von fast 13 Prozent verzeichnet. Vor allem Gäste aus Nordamerika würden zunehmend drei- bis viertägige Kurztripps in europäische Städte unternehmen. Hier gebe es auch noch großes Potenzial, meint Oberascher, seit kurzem auch Präsident der European Travel Commission (ETC). Im Oktober 2005 soll eine neue Internetseite unter "visiteurope.com" online gehen, die künftig eine europaweite Angebotssuche erlauben wird.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Für die Wintersaison 2004 wagt Oberascher noch keine Prognose. Nach wie vor würden Urlaube relativ kurzfristig gebucht. Für Österreich habe er aber "keine Furcht". Die Alpenrepublik habe sich als fixer Bestandteil des europäischen Wintertourismus etabliert. Vor allem aus dem Osten kämen immer mehr Wintergäste nach Österreich, so Oberascher. (apa)
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