Mittwoch, 1. September 2004

Wohnbauförderung: Junge und sozial Schwache profitieren von öffentlicher Hilfe

  • Vier von fünf Neubauten vom Bundesland mitfinanziert
  • Jungfamilienförderung, Wohnstarthilfe und Darlehen

Immer wieder ist die Zukunft der Wohnbauförderung ein zentrales Thema der heimischen Wohnungspolitik. Das beweist deren Bedeutung. Denn bis heute wird der überwiegende Teil aller in Österreich errichteten Wohnungen mit Hilfe staatlicher Förderung gebaut. Vor allem junge und sozial Schwache Menschen sind auf die Hilfe von Bund und Länder angewiesen.

Historische Wurzeln
Die Wohnbauförderung im heutigen Sinn geht auf die Anfangsjahre der Ersten Republik zurück. Schon in den letzten Jahrzehnten der Monarchie waren einzelne gesetzliche Regelungen zur Förderung des Wohnbaus erlassen worden.

Die aus heutiger Sicht jedoch wichtigsten weiteren Gesetze stammen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals waren Förderungsmaßnahmen zum Wiederaufbau der zerstörten Bausubstanz notwendig.

Vier von fünf Neubauten vom Land unterstützt
Die Bundesmittel für die Wohnbauförderung liegen seit 1996 stabil bei rund 1,8 Milliarden Euro. Etwa vier von fünf Neubauwohnungen in Österreich werden mit Finanzmitteln der Länder mitfinanziert.

Sache der Länder
Die Wohnbauförderung ist in Österreich Landessache, das heißt, von Bundesland zu Bundesland verschieden geregelt.
Um eine Förderung zu bekommen, darf man bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Für die Größe des Hauses gibt es auch Obergrenzen.

In Wien zum Beispiel, dient das sogenannte "Eigenmittelersatzdarlehen" dazu, sozial Schwachen den Erwerb einer Immobilie (z.B.: Genossenschafts- oder Gemeindewohnung, aber auch Eigentumswohnung) zu ermöglichen.
Für junge Familien gibt es dann die Jungfamilienförderung, informiert das Magistrats-Amt.

Das Land Niederösterreich hingegen hilft jungen Menschen, die erstmals auf Wohnungssuche sind, und Probleme mit der Finanzierung haben, mit der Wohnstarthilfe weiter.

Steiermark hilft einheimischen Familien mit mindestens drei Kindern mit Zinsenzuschüssen weiter.

Genaue Infos dazu finden Sie auf:
www.iswb.at

1.9.2004 16:39