Starke Weinernte dieses Jahr: Ein Plus auf rund 2,6 Mio. Hektoliter wird erwartet
- Gutes Wachstum trotz verzögerter Rebenentwicklung
- Welche Regionen die beste Ernte erwarten dürfen

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Mit Rupert Summerer in Langenlois Wein anbauen
Unsere Winzer dürfen sich auf eine gute Ernte 2004 freuen. Laut ersten Schätzungen der Statistik Austria soll die Weinernte in Österreich heuer 2,6 Mio. Hektoliter (hl) betragen. Damit könnte das Ergebnis des Vorjahres um zwei Prozent und der Erntedurchschnitt der letzten zehn Jahre um neun Prozent übertroffen werden. Trotz starkem Wachstum hat sich die Rebenentwicklung jedoch verzögert.
Insgesamt werden alle Bundesländer - verglichen mit dem Zehn-Jahres-Erntedurchschnitt - Zuwächse erwarten dürfen. So könnte Niederösterreich mit einer Ernte von 1,64 Mio. hl den Zehn-Jahres-Schnitt um elf Prozent übertreffen, das Burgenland mit 742.900 hl um vier Prozent und die Steiermark mit 192.200 hl um 18 Prozent. In Wien wird heuer - nach den massiven Hagelschäden des Vorjahres - mit einer Weinernte von 20.700 hl gerechnet, was in etwa den Werten eines Normaljahres entspricht.
Weder zu kalt, noch zu feucht
War das Jahr 2003 noch von Hitze und Trockenheit geprägt, so wurde das heurige Jahr subjektiv als zu kalt und feucht empfunden. Ein Eindruck, der durch die Messergebnisse der Zentralanstalt für Meteorologie relativiert wird, so die Statistik Austria. So war das Frühjahr vergleichsweise mild und der Frühsommer weitgehend normal temperiert - mit Niederschlägen, die regional geringfügig über dem Durchschnitt lagen.
Starkes Wachstum bei verzögerter Rebenentwicklung
Diese Verhältnisse begünstigten ein starkes vegetatives Wachstum der Rebstöcke, ließen aber - speziell im Vorjahresvergleich - eine verzögerte Rebenentwicklung erkennen. Von vielen Winzern wurde auch von vermehrter Verrieselung sowie einem stark erhöhten Pilzdruck (Botritis, Peronospora) im Juni und Juli berichtet, der nur durch verstärkten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kontrolliert werden konnte. Hagelunwetter verursachten bis dato nur kleinräumige Schäden. (apa)
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