Weiter Wiederstand: VA Tech-Vorstand bekräftigt Nein zu Übernahme!
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Im Übernahmepoker um den größten österreichischen Technologie-Konzern VA Tech hat der Vorstand erneut klar gemacht, einen Übernahmeversuch von Siemens und der Kovats-Gruppe als feindlich einstufen würde. Der Münchener Konzern, der von der Übernahmekommission aufgefordert worden war, sich näher zu erklären, hat sein Interesse an der VA Tech präzisiert.
Die beiden Vorstände der ÖIAG, Peter Michaelis und Rainer Wieltsch, machen in einem Zeitungsinterview ihr Verhalten bei einem Übernahmeangebot von der Entscheidung der VA Tech-Führung abhängig. "Sollte die Übernahme - in welcher Weise sie auch immer kommen wird - vom Vorstand als feindlich erklärt werden und gegen die österreichischen Interessen verstoßen, werden wir uns gegen diese Übernahme aussprechen", wird Michaelis in der Wochenendausgabe der "Presse" zitiert. Sollte der Vorstand allerdings das Offert akzeptieren und sollte es dem Privatisierungsauftrag entsprechen, "kann es sehr gut sein, dass wir dem Vorschlag des VA Tech-Vorstandes folgen".
Siemens betont aber gleichzeitig, dass eine Entscheidung über ein Offert noch völlig offen sei. Die Übernahmekommission hat bis in die Nachmittagsstunden am Freitag dem Vernehmen nach noch keine weiteren Erklärungen des Elektromultis erhalten, erwartet diese in einem relativ kurzen Zeitraum. Auf Basis dieser Informationen will die Kommission entscheiden, ob Siemens und die Kovats-Gruppe ein öffentliches Übernahmeangebot legen müssen.
VA Tech-Konzernchef Sernetz und sein Stellvertreter Falch hatten in München ein Gespräch mit einem Siemens-Spitzenvertreter, angeblich Konzernvize Kleinfeld, über mögliche Übernahmeabsichten geführt. Bei dem Gespräch habe man das Nein zu einer Übernahme nochmals deutlich bekräftigt, hieß es aus dem VA Tech-Headquarter in Linz.
In Sachen VA Tech hat sich heute auch die ÖIAG zu Wort gemeldet. Die Staatsholding betonte in einer Aussendung erneut, dass ihr "kein Angebot und auch kein Angebotsentwurf" vorliegt. Wirtschaftsminister Bartenstein bekräftigte im Ö1-Mittagsjournal den Eigentümerwunsch der Bundesregierung, dass die ÖIAG auch bei einer Kapitalerhöhung mitziehen und damit ihren Anteil an dem Konzern erhalten solle. Die VA Tech sei ein "Schlüsselunternehmen", für das die Regierung einen "stabilen Kernaktionär" haben wolle. (apa)
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