Arbeitslosigkeit stieg im August auf Rekordhoch: 206.714 Menschen ohne Arbeit
- Der höchste Wert seit 10 Jahren
- Im EU-Vergleich immer noch die niedrigste Quote
·5,7 Prozent Arbeits- losigkeit im Juli
Anstieg um 0,5 Prozent auf fast 201.000 Jobsuchende
·Deutsche Arbeits- losigkeit: Juli-Rekord
Mit 4,3 Mio. höchster Stand seit Wiedervereinigung
·Arbeitslosigkeit in Eurozone stabil
12,7 Millionen Menschen bzw. 9 Prozent ohne Job
Die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt hat sich auch im August nicht entspannt. Mit 206.714 Arbeitslosen hat die Zahl der Jobsuchenden gegenüber dem Vorjahreswert um 1.637 Jobsuchende oder 0,8 Prozent zugenommen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Die Arbeitslosigkeit in Österreich erreichte damit den höchste August-Wert seit mehr als zehn Jahren.
Die Arbeitslosenquote in Österreich hat im August 5,9 Prozent betragen, das bedeutet keine Veränderung gegenüber August 2003 aber eine Zunahme gegenüber Juli 2004 um 0,2 Prozentpunkte. In absoluten Zahlen hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 5.802 Jobsuchende oder 2,9 Prozent erhöht, ergeben die jüngsten Daten des Arbeitsmarktservice (AMS).
Nicht in der Statistik enthalten ist die Zahl jener Jobsuchenden, die vom AMS in Schulung geparkt worden sind. Mit 38.052 Schulungsteilnehmern hat sich diese Zahl gegenüber dem Vorjahr kräftig um 9,7 Prozent erhöht. Bezieht man dies in die Arbeitslosenstatistik mit ein, hat sich die Zahl der Jobsuchenden im Jahresabstand doch deutlich um 2,1 Prozent (statt ohne Schulungen 0,3 Prozent) erhöht.
Besonderer Zuwachs an Langzeitarbeitslosen
Besonders stark zugenommen hat im August die Langzeitarbeitslosigkeit. Die Zahl der Jobsuchenden, die Ende August bereits über sechs Monate vorgemerkt waren, hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,0 Prozent auf 50.516 zugenommen. Durchschnittlich war die Verweildauer in der Arbeitslosigkeit mit 117 Tagen um rund elf Tage länger als noch vor einem Jahr, so die AMS- Daten.
Dramatische Situation bei Frauen - plus 2,6 Prozent
Gestiegen ist vor allem die Arbeitslosigkeit bei Frauen (plus 2,6 Prozent), bei den Männern war die Arbeitslosigkeit hingegen mit 0,8 Prozent rückläufig. Weiter zurückgegangen ist auch die Jugendarbeitslosigkeit (unter 24 Jahren) mit minus 2,2 Prozent und die Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitnehmern über 49 Jahren (minus 9,1 Prozent). Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist im August um neun Prozent zurückgegangen.
(apa)
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