VA Tech Verkauf: Übernahmekommission will von Siemens und Kovats Erklärung
- Bisher weist Siemens das Gerücht, man könnte an ein gemeinsames Angebot mit Kovats denken, zurück
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Der Verkauf des 15-prozentigen Staatsanteils an der VA Tech wurde von Bundeskanzler Schüssel zwar vorderhand gestoppt, vom Tisch ist der Einstieg von Siemens, der in eine Totalübernahme münden würde, aber noch nicht. Dieser Meinung ist offenbar auch die Übernahmekommission. Sie habe Siemens sowie den VA Tech-Aktionär Kovats aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben.
Über Druckmittel verfüge die Kommission nicht, man sei aber "davon überzeugt, dass eine Bekanntmachungspflicht nahe liegt". Und: "Die Sache drängt", hieß es laut "Standard" aus der Kommission. Bleibt die Info aus, werde der Senat einschaltet. Bei ernsthaftem Interesse an einer Übernahme müsste binnen 40 Tagen ein Angebot folgen. Bleibt dieses aus, ist der Bieter für jedes neue Angebot für ein Jahr gesperrt.
Bisher weist Siemens das Gerücht, man könnte an ein gemeinsames Angebot mit Kovats denken, zurück. Der Elektronikkonzern wollte zwar nicht allein kaufen, aber keinesfalls mit Kovats, heißt es laut Bericht. Der Partner im Hintergrund wolle aber noch nicht genannt werden.
Notwendig wäre eine Absprache mit Kovats aber allemal, denn das Siemens-Konsortium bräuchte sowohl die 12,53 Prozent von Kovats als auch die 15 Prozent der Verstaatlichtenholding ÖIAG. Mit weniger als 90 Prozent sei eine Zwangsabfindung von Aktionären nicht möglich.
VP-KlubobmannMolterer sieht die Privatisierung übrigens nicht gestoppt: "Der Privatisierungsauftrag, der von einer Standortsicherung und dem Ziel eines österreichischen Kernaktionärs ausgeht, ist aufrecht", so Molterer beim Europäischen Forum Alpbach. (apa/red)
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