Dank Osteuropa-Operationen: Banken verdienen heuer spürbar besser
- Positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2004
Die in Österreich tätigen Kreditinstitute verdienten heuer bis zur Jahresmitte spürbar besser, abermals getragen von Beteiligungserträgen der Osteuropa-Operationen. Die bereits im 1. Quartal beobachtete positive Ertragsentwicklung setzte sich auch im 2. Quartal fort.
Das Betriebsergebnis (unkonsolidiert) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2004 nach Mitteilung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2003 deutlich um knapp 14 Prozent. Stark gestiegen seien insbesondere die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen, die überwiegend aus den Beteiligungserträgen von Kreditinstitutstöchtern in Osteuropa.
Deutliche Anstiege wurden auch bei den Provisionserträgen aus dem Wertpapiergeschäft vermeldet. Zugleich konnte ein sichtbarer Rückgang des Personalaufwandes beobachtet werden. Daraus resultierend verbesserte sich die Cost-Income-Ratio (CIR) signifikant um 3,1 Prozentpunkte auf 65,9 Prozent.
Im Detail belief sich im 1. Halbjahr 2004 das Betriebsergebnis der in Österreich tätigen Kreditinstitute auf 2,42 Milliarden Euro und lag mit 13,9 Prozent oder 0,29 Mrd. Euro deutlich über dem Wert der Vergleichsperiode 2003. Die Betriebserträge wurden dabei um 3,6 Prozent ausgeweitet, bei den Betriebsaufwendungen gelang eine Senkung um 1,0 Prozent.
Die Erträge aus dem Wertpapier- und Beteiligungsgeschäft beliefen sich auf rund 1 Mrd. Euro, ein Zuwachs um 22 Prozent. Eine tiefere Analyse zeigt laut OeNB-Mitteilung, dass insbesondere die Erträge aus Anteilen an ausländischen verbundenen Unternehmen (plus 94,7 Prozent) signifikant anstiegen.
(apa)
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