Österreichische Nationalbank: 1- und 2-Cent-Münzen bleiben weiter in Umlauf
- Aktuell 910 Mio. Stück der beiden Münzen "unterwegs"
- Deutschland ebenfalls an den "Kleinen" fest
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) denkt nicht daran, ihre Produktion von 1- und 2-Cent-Münzen einzustellen. "Wir sind Dienstleister und liefern, was der Markt verlangt", sagte OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek am Rande des Bankenseminars beim diesjährigen Forum Alpbach. Die OeNB sei nicht in der Lage, die Nachfrage zu steuern.
Eine generelle Entscheidung über die Stückelung der Euro- und Cent-Münzen müsse der EU-Rat treffen. Bis dahin seien auch die kleinen Münzen gültiges Zahlungsmittel.
Die OeNB-Tochter Münze Österreich stelle auch die kleinen Cent-Münzen mit Gewinn her: Der Einstandspreis liege um 0,6 Cent, dazu kommen Produktionskosten von 0,3 Cent pro Stück. Die Herstellung sei nicht personalintensiv. Täglich wird rund eine Million Stück dieser Münzen in den Umlauf gebracht.
Aktuell sind laut OeNB derzeit 910 Mio. Stück der beiden kleinsten Cent-Einheiten österreichweit im Umlauf, davon 440 Mio. Stück 1-Cent und 470 Mio. Stück 2-Cent-Münzen. Ihr nomineller Wert belaufe sich auf insgesamt 14 Mio. Euro.
Die Einführung von Geldscheinen für 1 und 2 Euro ist laut Duchatczek "derzeit kein Thema".
Unterdessen wollen die Deutschen - im Gegensatz zu den Niederländern - nicht auf die Ein- und Zwei-Cent-Münzen verzichten. Eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins "Stern" ergab, dass 54 Prozent der Deutschen gegen die Abschaffung der kleinen Münzen sind. Dagegen hätten 41 Prozent nichts dagegen, wenn sie künftig ohne das Kleingeld auskommen müssten. (apa)
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