Mittwoch, 1. September 2004

Arbeitslosigkeit: Österreich behält mit 4,2%
die niedrigste Quote in der EU

  • Größter Anstieg im Jahresverlauf in Niederlanden, Schweden, Luxemburg und der Tschechischen Republik

Mit 4,2% hat Österreich im Juli 2004 weiter die niedrigste Arbeitslosenquote in der EU. Das teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mit. In der Eurozone bliebt die Arbeitslosigkeit im Juli mit 9% (Juli 2003: 8,9%) gegenüber dem Vormonat konstant, die Quote der EU 25 ging sowohl gegenüber dem Vormonat, als auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 9,1 auf 9,0 % zurück. In Österreich liegt die Quote schon seit mehr als einem Jahr konstant bei 4,2%

Die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in der EU nach Österreich hatte laut der Statistik Luxemburg (4,3 Prozent), vor Irland, Zypern (beide 4,5 Prozent) und Großbritannien (4,7 Prozent). Die höchsten Arbeitslosenquoten gab es in Polen (18,8 Prozent), der Slowakei (15,9 Prozent), in Litauen (11,3 Prozent) und Spanien (11,0 Prozent).

Im Jahresverlauf stieg die Arbeitslosenquote am stärksten in den Niederlanden, Schweden, Luxemburg und der Tschechischen Republik. Den größten Rückgang bei Arbeitslosen gab es in Estland, Litauen und der Slowakei.

Hauptproblem bleibt in Europa vor allem die Jugendarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote für die unter 25-Jährigen stieg im Juli 2004 (gegenüber dem Vorjahr) in den Euro-Ländern von 17,2 auf 17,4 Prozent. In der EU25 hingegen ging die Jugendarbeitslosigkeit von 18,5 auf 18,0 Prozent zurück. Tendenziell höher ist in Europa auch weiterhin die Arbeitslosigkeit unter Frauen. Während im Juli 2004 in der EU25 8,3 (Eurozone: 8,0) Prozent der Männer arbeitslos gemeldet waren, waren es unter den Frauen 10 (Eurozone: 10,3) Prozent.

Insgesamt schätzt Eurostat, dass - bei der durchschnittlichen Quote von 9 Prozent - im Juli 2004 in der Eurozone 12,7 Millionen und in der EU25 insgesamt 19,3 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren. Zum Vergleich: In den USA lag die Arbeitslosenquote im Juli 2004 bei 5,6 Prozent, in Japan bei 4,9 Prozent. (apa/red)

(apa/red)

1.9.2004 11:44