Dienstag, 31. August 2004

Aufregung um Postbus-Verkauf: Erneuter Gipfel im Vizekanzleramt bei Gorbach

  • Laut Gorbach ist Teilverkauf fix - Gewerkschaft läuft dagegen aber Sturm. Post-Aufsichtsrat berät künftige Strategie

Bei der Österreichischen Post diskutiert der Aufsichtsrat ab heute in einer zweitägigen Klausur über die künftige Strategie des Unternehmens. Vor dem Treffen hat ein Bericht einer deutschen Tageszeitung für neue Aufregung gesorgt. Demnach will die Post im Paketbereich die Deutsche Post-Tochter DHL an Bord holen.

Aus Aufsichtsratskreisen der Österreichischen Post ist das am Dienstagabend aber umgehend dementiert worden. Nachdem die Gewinne der Post zum Halbjahr in allen Geschäftsbereichen über Plan gelegen seien, seien die Verkaufspläne zumindest für diese Legislaturperiode vorerst vom Tisch, heißt es.

Fix ist laut Vizekanzler Hubert Gorbach (F) hingegen der Teilverkauf von Postbus und Bahnbus - obwohl die Gewerkschaft dagegen nach wie vor Sturm läuft. Heute, Mittwoch, trifft Gorbach im Vizekanzleramt erneut mit den Personalvertretern zusammen.

Vor dem Sommer hat die Regierung bereits eine Art Jobgarantie mit Versetzungsschutz für die vom Teilverkauf betroffenen Mitarbeiter angeboten. Der Gewerkschaft ist das aber zu wenig. Sie spricht von einem Millionenschaden für das Unternehmen und verlangt den sofortigen Verkaufsstopp. Im Vorjahr war beim Postbus bereits mehrere Tage gegen den geplanten Teilverkauf gestreikt worden.(apa)

31.8.2004 12:02