Neues SPÖ-Wirtschaftsprogramm: Kritik von Ex-Finanzminister Hannes Androsch
- Unternehmer: "Vorerst sehe ich nur Überschriften"
- Ausbau des Wohlfahrtsstaates "wird's nicht spielen"
Der Entwurf für das neue SPÖ-Wirtschaftsprogramm stößt auch in den eigenen Reihen auf Kritik. "Vorerst sehe ich nur Überschriften", sagt der frühere Vizekanzler und Finanzminister Hannes Androsch in der Dienstag-Ausgabe der "Kleinen Zeitung". "Wollen sie Einfamilienhäuser besteuern? Dann brennt's im Land. Ich kann ja nicht interpretieren, was die vielleicht meinen könnten", kritisiert Androsch.
Auch mit der SPÖ-Darstellung, dass es sich um ein Gegenmodell zum "neuliberalen Kurs" der Regierung handle, kann Androsch nicht viel anfangen. "Neoliberal. Entschuldigen Sie, das ist Propaganda. Was heißt neoliberal? Nachdem der Liberalismus in diesem Land etwas Wesensfremdes ist, weiß ich nicht, wo es einen Neo-Liberalismus gibt. Ich wüsste nicht, was es da zu bekämpfen gäbe. Zu bekämpfen gibt es den Dilettantismus der Regierung."
Dem von der SPÖ geforderten Ausbau des Wohlfahrtsstaates "wird's nicht spielen. Umbau, das ja. Die Partei braucht nur nach Schweden schauen. Da muss man gar nicht viel herum fantasieren", meint Androsch. (apa)
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