Gerangel um Spitzenpositionen bei ÖBB: Es gab politische Interventionen von VP/FP!
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Von Infrastrukturminister Gorbach wurde es heftig dementiert, der ehemalige ÖBB-Aufsichtsrat Niki Lauda spricht es nun aber offen aus: Bei der Besetzung von Spitzenpositionen bei den Bundesbahnen gab es politische Interventionen von ÖVP und FPÖ. Gorbach habe ihm klar gemacht "wer zahlt, schafft an", woraufhin er seinen Rücktritt eingereicht habe, so Lauda im Ö1-Mittagsjournal.
Er sei "überrascht" gewesen, wie dort gearbeitet werde, so der Ex-Formel 1-Weltmeister weiter. Das sei sogar so weit gegangen, dass der Aufsichtsrat einen Brief an die politisch Verantwortlichen mit der Aufforderung gerichtet habe, den ÖBB-Vorstand in Ruhe arbeiten zu lassen. Sein, Laudas, Fehler sei es gewesen, das Ausmaß der politischen Einflussnahme zu unterschätzen. Als er gemerkt habe, dass der Spagat zwischen politischen Interesse und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten immer größer werde, habe er seinen Hut genommen.
Zu den Aussagen von ÖBB-Aufsichtsrats-Chef Reithofer, wonach es keine politische Intervention gebe, meinte Lauda: "Das muss er sagen". Der gesamte Aufsichtsrat habe sich aber immer bemüht, nicht nach politischen, sondern nach fachlichen Kriterien das Top- Management zu besetzen.
Zuletzt hatte es in den heimischen Medien heftige Spekulationen gegeben, wonach der Chef der Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag, Hecke, in den Holding-Vorstand der Bahn weggelobt werden soll, um den Asfinag-Chefsessel für den Chef der Infrastruktur- Sektion und Gorbach-Mitarbeiter Arnold Schiefer frei zu machen. Die SPÖ will dieses Gerücht in der Parlaments-Sondersitzung am Dienstag thematisieren. Sie wirft Hecke mangelnde Managementfähigkeiten vor.(apa/red)
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