Sonntag, 5. September 2004

Teamchef macht vor Aserbaidschan-Spiel Druck: "Müssen und werden gewinnen!"

  • "Ohne Sieg ist der Punkt gegen England nichts wert"
  • PLUS UMFRAGE: Siegt Österreich vs. Aserbaidschan?

Das 2:2 gegen England habe mit den österreichischen Perspektiven in der Gruppe sechs der WM-Qualifikation nichts zu tun. "Der Punkt ist zwar gut fürs Selbstvertrauen, aber erst wenn wir nach dem zweiten Spiel vier Zähler haben, sind wir gut gestartet", sagt ÖFB-Teamchef Hans Krankl. Die Österreicher haben am Mittwoch im Happel-Stadion (20.30 Uhr/live auf networld.at) Aserbaidschan zu Gast. Krankl warnt seine Schützlinge davor, gegen diesen Gegner nicht in Konter zu laufen. "Aber wir werden unser Spiel machen, müssen und werden gewinnen", kündigte der Wiener an.

Die ÖFB-Kicker besitzen vom kommenden Gegner, der am Samstag in Baku gegen Wales ein 1:1 erreicht hat, einen Zusammenschnitt von fünf Spielen auf Video. "Das Band ist allerdings von äußerst schlechter Qualität. Ich kenne die Namen der Spieler, kann sie aber nicht aussprechen", erzählt Krankl über gute Kicker der ehemaligen Sowjet-Republik. Sie sind in etwa so wie die Moldawier, die zuletzt Gegner in der EM-Qualifkation waren, einzuschätzen.

"Das Spiel wird für uns schwerer als jenes gegen England, weil wir es gestalten und offensiver agieren müssen", sagt der Stuttgarter Martin Stranzl. Ob der Teamchef dabei am "never chance a winning team" festhalten wird, ist noch nicht sicher. Kollmann und Aufhauser sind blessiert.

Verletzter Schranz kein Thema mehr
Kein Thema ist Andreas Schranz, der gegen die Engländer zum Einsatz gekommen wäre, aber wegen eines Kapseleinrisses im rechten Knöchel hatte w.o. geben müssen. "Er ist deprimiert, ich habe ihm freigestellt, bei uns zu bleiben. Er wird aber heimfahren. Ich habe ihm aber befohlen, dass er zwei Stunden vor dem Spiels ins Hotel kommt und mit uns im Bus ins Stadion fährt", so Krankl, der sich wünscht, dass viele Leute zur Unterstützung kommen.

Für das Mittwoch-Spiel waren bis Sonntag rund 10.000 Karten im Vorverkauf abgesetzt. "Wir hoffen, dass rund 20.000 Zuschauer kommen werden", meinte Wolfgang Gramann vor seinem letzten Länderspiel als ÖFB-Generalsekretär. Der Schwager von Andreas Herzog wird Ende September den Fußball-Bund verlassen. Am Montag sind ab 9 Uhr zwei Kassen im Happel-Stadion geöffnet, Tickets sind auch unter der ÖTicket-Hotline 01/96 0 96 555 erhältlich.

Wer seine Karte vom Jubiläumsspiel gegen Deutschland noch aufgehoben hat, der erhält beim Kauf eines Tickets für das Aserbaidschan-Länderspiel eine zweite dergleichen Kategorie gratis dazu. (apa/red)

5.9.2004 15:03