Montag, 30. August 2004

Niederlage in Pasching: Schiedsrichter Mostböck als grün-weißer Sündenbock

  • Spätes Glück für die Wiener Austria gegen Salzburg
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Rapid hadert nach der Niederlage in Pasching mit Schicksal und Schiedsrichter. Am Rot-Foul von Goalie Schicklgruber an Andi Ivanschitz entzündet sich der grüne Zorn. "Ein klarer Torraub, Freistoß und Rote Karte, es war eine spielentscheidende Szene", schäumte Trainer Pepi Hickersberger. Aber. "Der Schiri hat nicht gepfiffen, wir haben's zu akzeptieren."

Franz Mostböck, der Mann in Schwarz, meinte, dass es auf dem Spielfeld nach einem "klassischer Zusammenstoß" ausgesehen habe. Der Niederösterreicher musste jedoch nach Studium der TV-Bilder eingestehen: "Es schaute nach Foul aus." Youngster Thomas Pichlmann, der in der 81. Minute mit seinem ersten Saisontor das Siegestor erzielt hatte, tangierten die Diskussionen wenig. "Ich hoffe, jetzt sind wir aus dem Tief draußen und es geht wieder bergauf", sagte der Stürmer nach zuletzt drei Niederlagen in Serie.

Veilchen blühen erst sehr spät
Drei Spiele, drei Siege, 14:0 Tore! Die Austria hat die englische Woche optimal hinter sich gebracht. Gegen die clever agierenden Salzburger wurde es das erwartete Geduldsspiel, an dessen Ende Dank der Tore von Papac (94. Min.) und von Rushfeldt (96.) doch ein Happy End stand. "Ich bin froh. Dass die Tore so spät gefallen sind, spricht für eine intakte Mannschaft", freute sich Teammanager Günter Kronsteiner in Abwesenheit von Stronach-Visitator Otto Baric.

Die Müdigkeit nach dem UEFA-Cup hätte mitgespielt. "Aber letztlich haben wir auch Glück gehabt und verdient gewonnen", so Kronsteiner, der Fortschritte in seiner Truppe feststellt. Sie wird eine Einheit, die Stimmung ist gut, die Spieler verstehen einander und freuen sich gemeinsam", sagt der Teammanager, der mit den drei Punkten gar nicht mehr gerechnet hatte. Als Beispiel für den neuen Geist nannte er Papac, der nach seinem Tor niedergerissen wurde. Diese Freude sei ansteckend. Das war vorher nicht so gewesen.

Assion: "Hätten Punkt verdient"
Bitter enttäuscht waren natürlich die Salzburger, die die Hausherren über 90 Minuten nicht zur Entfaltung hatten kommen lassen. "Wir hätten uns einen Punkt verdient. Ich kann meiner Mannschaft bis auf die Konzentration in den letzten zehn Sekunden keinen Vorwurf machen. Jeder hat alles gegeben, aber das Glücksvogerl ist woanders hingefolgen", resümierte der deutsche Trainer Peter Assion nach der ersten Niederlagen nach vier Runden.

Unmittelbar vor den späten Verlusttoren war Richarlyson wegen wiederholten Foulspielens vom schwachen Tiroler Schiedsrichter Thomas Einwaller vorzeitig unter die Dusche geschickt worden. "Der starke Kopfballspieler hat uns letztlich gefehlt. Zum Schiedsrichter sage ich nichts, den haben wir schon in Graz gegen den GAK gehabt", so Assion. In Graz waren die Mozartstädter als 0:1-Verlierer die bessere Elf gewesen. Nach dem Länderspiel am 11. September kommt es mit GAK - Austria zum nächsten Schlager.

(apa/red)

30.8.2004 14:21