Tennis von einem anderen Stern: Fantastic
Federer gewinnt das Finale der US Open
- Unglaublicher 6:0, 7:6, 6:0-Sieg gegen Lleyton Hewitt
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Der Schweizer Tennis-Profi Roger Federer hat erstmals die US Open gewonnen. Der 23-Jährige siegte im Finale am Sonntag (Ortszeit) 6:0, 7:6, (7:3), 6:0 gegen den Australier Lleyton Hewitt, der damit seinen zweiten Triumph in New York nach 2001 verpasste.
"Nicht in meinen wildesten Träumen hätte ich mir gedacht, dass ich die US Open gewinnen würde, es ist immer noch schwer zu glauben. Am Ende des Jahres werde ich wahrscheinlich zurück blicken und mich fragen: 'wie um alles in der Welt habe ich das geschafft?'", war Federer selbst fast sprachlos. Zwar war er als Topfavorit nach New York gekommen, doch immerhin war er zuvor nie über das Achtelfinale im "Big Apple" hinaus gekommen.
Atemberaubendes Tennis
Und was Roger vor allem im ersten Satz gegen Hewitt gezeigt hat, war atemberaubendes Tennis von einem anderen Stern und erinnerte durchaus an die besten Tage eines Pete Sampras. "Federerleicht" holte sich der Weltranglisten-Erste den ersten Satz mit 6:0, nach nur 18 Minuten und nur fünf Punkten für Hewitt. Dabei hatte der Australier auf dem Weg ins Endspiel keinen Satz abgegeben.
"Im ersten Satz hatte ich keine Chance, mich ins Match zu verbeißen. Aber ich möchte Roger gratulieren. Es ist eine unglaubliche Leistung, was er heuer geschafft hat. Drei Grand-Slams zu gewinnen bei dieser Dichte im Herren-Tennis - die Leute wissen gar nicht, wie schwer das ist", streute Hewitt seinem Bezwinger Rosen. Hewitt hatte nur im zweiten Satz ins Match gefunden und immerhin ein Tiebreak erzwungen, nachdem er bei 4:5 drei Satzbälle abgewehrt hatte. Doch im "Jeu decisif" legte Federer noch einen Gang zu und war ungefährdet.
"Wenn ich den zweiten Satz verloren hätte, wäre es schlecht gewesen. Der Satzgleichstand hätte ein völlig anderes Match bedeutet", wusste auch Federer um die einzige leicht kritische Phase der Partie Bescheid.
Demut auch im Moment des Triumphes
Federer hat auch einen Rekord aufgestellt: Bisher hatte noch kein Spieler in der offenen Ära seine ersten vier Grand-Slam-Finali gewonnen. "Ich hatte ein komisches Gefühl vor dem Endspiel, weil es so viel Gerede darum gab. Doch jetzt habe ich das geschafft und das ist großartig." Der sympathische Schweizer blieb auch nach seinem vierten Triumph demütig. "Dieser Sport ist sehr fordernd und darum bin ich dankbar für jedes Turnier, dass ich gewinne. Man weiß nie, wann es das letzte ist. Eine Verletzung und deine Karriere kann zerstört sein."
Und trotz vier Major-Titel im Alter von nur 23 Jahren weist er Vergleiche mit dem Rekordgewinner Pete Sampras weiter zurück. "Es sind immer noch viele Spieler vor mir und nicht nur Sampras. Es ist auch kein Ziel von mir, Pete's Rekord zu brechen, das ist für mich keine Motivation." Federer wunderte sich selbst über seine allein heuer bereits neun (!) Titel. "Das ist verrückt." Momentan genieße er das Leben als Nummer eins der Welt und möchte das auch noch etwas länger bleiben. "Aber das wichtigste für mich ist es, ein Idol für die Kinder zu sein und den Sport korrekt zu repräsentieren", meinte der Vorzeige-Sportler. (apa/red)
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