Die Misere des Julian Knowle: "Doppel-Leben" erschwert Karriere als Einzelspieler
- Trotz Setzung mit Zimonjic in New York schweres Los
- US Open: Federer als erster Spieler in der 3. Runde
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Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
Im Schatten der Einzelauftritte ist auch ein österreichischer Wimbledon-Finalist dieses Jahres erfolgreich in das US-Open-Turnier eingestiegen. Der 30-jährige Julian Knowle, der an der Seite von Nenad Zimonjic heuer als erster Österreicher das Doppel-Endspiel auf dem "Heiligen Rasen" erreicht hat, ist zwar in New York mit seinem serbischen Partner als Nummer neun gesetzt, doch die Auslosung meinte es trotzdem nicht gut mit dem Duo. Noch nicht entschieden hat sich Knowle, wie es mit ihm im Einzel weiter gehen wird.
Knowle/Zimonjic haben ihre Gefährlichkeit mit einem 6:1,6:4-Erfolg über die Überraschungs-French-Open-Sieger Xavier Malisse/Olivier Rochus schon bewiesen. Aber nun müssen die Beiden gegen die frisch gebackenen Olympiasieger Fernando Gonzalez und Nicolas Massu antreten. Besonders Letzterer ist in Chile zum Nationalhelden geworden, weil er auch im Einzel Gold geholt hat. Es waren die ersten beiden Goldmedaillen für die Chilenen in der olympischen Geschichte überhaupt.
"Wir können alle schlagen"
"Mit der Auslosung haben wir wirklich kein Glück gehabt", meinte auch der 30-jährige Vorarlberger. Für ihn ist aber der Traum, auch ein Mal ein Grand-Slam-Turnier im Doppel zu gewinnen, keineswegs ausgeträumt - auch nicht beim diesjährigen Turnier in New York. "Wir waren ja schon ein Mal in einem Finale und haben gezeigt, dass wir alle schlagen können. Vom Potenzial her können wir sicher eines dieser vier Grand-Slams gewinnen", so Knowle.
Der große Erfolg im Doppel bringt aber auch eine Misere mit sich. Denn die Einzelkarriere Knowles leidet darunter. Darum überlegt er auch schon länger, ob er sich nicht ganz auf das Doppel konzentrieren soll. "Ich habe mich noch nicht entschieden. Es ist halt sehr schwierig: Dadurch, dass ich im Doppel so gut spiele, habe ich heuer so wenig Einzel gespielt wie nie zuvor." Und so liegt er im Doppel-Ranking an hervorragender 21. Stelle, im Einzel ist er aber auf Platz 251 zurück gefallen.
Federer als erster in 3. Runde
Roger Federer ist am Mittwoch als erster Tennisprofi in die dritte Runde der US-Open in New York eingezogen. Der Schweizer besiegte den Zyprioten Marcos Baghdatis mit 6:2,6:7,6:3,6:1 und trifft nun auf den Gewinner der Partie Dmitri Tursunow (RUS) gegen Fabrice Santoro (FRA-31).
Der 19-jährige Baghdatis, im vergangenen Jahr der weltbeste Junior, darf sich resümierend nicht nur als erster Zypriote über einen Matchgewinn bei einem Grand Slam-Turnier (in Runde eins gegen den Franzosen Olivier Mutis) freuen, sondern auch darüber, dass er der Nummer eins der Welt einen Satz abgenommen hat. "Es war hart. Er hat im zweiten Set seine Chance genützt und ist ins Spiel gekommen", sagte Federer, der die nächsten zwei Durchgänge dann aber klar gewann.
Starke Leistung von Lleyton Hewitt
Eindrucksvoll war die Vorstellung des als Nummer vier gesetzten Australiers Lleyton Hewitt beim 6:1,7:5,6:4-Erfolg über den Südafrikaner Wayne Ferreira. Hewitt, zuletzt Turniersieger auf Long Island, zeigte eine starke Leistung und strotzt vor Selbstvertrauen. Sein nächster Gegner ist der Marokkaner Hicham Arazi. Ausgeschieden ist u.a. der Chilene Fernando Gonzalez, der in Athen die Bronzemedaille gewonnen hat, er scheiterte in vier Sätzen am Schweden Robin Söderling.
Bei den Damen marschierte Lokalmatadorin Jennifer Capriati mit 6:0,6:2 über die Spanierin Magui Serna hinweg, die als Nummer zwei gesetzte Französin Amelie Mauresmo brauchte gegen die Ukrainerin Julia Wakulenko hingegen drei Sätze (3:6,6:2,6:2). Auch bei den Damen blieb die Olympia-Dritte auf der Strecke, Alicia Molik (AUS-17) unterlag mit 4:6,3:6 der Slowakin Daniela Hantuchova.
Aufmerksamkeit erregte einmal mehr Serena Williams wegen ihres eigenwilligen Outfits, der 6:4,6:3-Sieg über US-Landsfrau Lindsay Lee-Waters war hingegen Formsache. (apa/red)
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