Montag, 30. August 2004

Golden-League-Meeting in Brüssel: Leicht-athleten folgen dem Lockruf des Geldes

  • Karin Mayr-Krifka in der belgischen Hauptstadt dabei

Die Olympischen Spiele sind zu Ende, jetzt geht es für die Leichtathleten wieder ums große Geld. Am Freitag wartet das Golden-League-Meeting in Brüssel (mit Sprinterin Karin Mayr-Krifka) wo es um den Jackpot von einer Million Dollar geht.

Am 12. September folgt das ISTAF im Berliner Olympiastadion und das zweitägige Weltfinale in Monaco (18./19. September), bei dem 2,905 Millionen Dollar in 35 Disziplinen ausgeschüttet werden und die Sieger jeweils 30.000 Dollar kassieren.

Brüssel und Berlin sind sich einig, dass für das griechische Sprint-Duo Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou kein Platz ist, obwohl beide vom Weltverband (IAAF) noch nicht suspendiert worden sind. "Das kommt für uns nicht in Frage. Wer Dopingkontrollen verweigert, und das ist in diesem Fall ja wohl eindeutig, der hat bei uns nichts zu suchen", sagte ISTAF-Geschäftsführer Gerhard Janetzky. Im Gegensatz zu Brüssel haben die Berliner aber die Olympia-Fünfte Marion Jones aus den USA zu einem "bezahlbaren Deal" bereits vor 14 Tagen verpflichtet. "Sie ist nicht verurteilt und gilt solange als unschuldig", betonte Janetzky.

Die beiden Golden-League-Veranstalter wollen ihre Meetings zugleich für ihre WM-Bewerbungen um die Titelkämpfe 2009 nutzen. Die Entscheidung fällt auf der Council-Sitzung am 4. und 5. Dezember in Helsinki, wo im kommenden Jahr die X. Weltmeisterschaften stattfinden. Die WM 2009 findet auf jeden Fall in Europa statt, denn neben Brüssel und Berlin bemühen sich nur noch Split und Valencia um den Zuschlag. Die Bewerber aus anderen Kontinenten hatten ihre Kandidatur zurückgezogen.

In Brüssel und Berlin stehen vor allem jene vier Athleten im Mittelpunkt, die sich noch im Rennen um den Millionen-Jackpot befinden. Felix Sanchez (Dominikanische Republik) ist über 400 m Hürden seit 43 Rennen unbesiegt, und auch Dreispringer Christian Olsson (Schweden) sowie Tonique Williams-Darling (Bahamas) haben als Olympiasieger gezeigt, dass sie zum Durchmarsch in der Lage sind. Die zweimalige Hochsprung-Weltmeisterin Hestrie Cloete (Südafrika) muss dagegen ihre Niederlage von Athen schnell abhaken und in die Erfolgsspur zurückfinden.

(apa/red)

30.8.2004 11:29