Mittwoch, 1. September 2004

Angst vor Terror: Russland sichert Atomanlagen mit zusätzlichen Soldaten

Nach der Geiselnahme in einer Schule in Nord-Ossetien und einem Selbstmordanschlag in Moskau hat die russische Regierung am Mittwoch die Sicherung von Atomanlagen im ganzen Land verstärkt.

Das Innenministerium habe zusätzliche Soldaten zu dutzenden von Atomkraftwerken und anderen Nuklearanlagen entsandt, teilte ein Sprecher der russischen Atomenergie-Behörde in Moskau mit. Um wie viele Soldaten es sich dabei handelt, sagte der Sprecher nicht. Hinter den jüngsten Anschlägen werden tschetschenische Separatisten vermutet.

Russland - nach den USA die zweitgrößte Atommacht der Erde - sieht sich einem wachsenden internationalen Druck ausgesetzt, seine meist noch zu Zeiten der Sowjetunion errichteten Nuklearanlagen besser gegen Anschläge zu schützen. Russland betreibt zahlreiche Atomreaktoren sowie Anlagen zur Urananreicherung und Nuklearforschung. Vor allem Anlagen in Sibirien und in anderen weit abgelegenen Regionen gelten als mangelhaft gesichert.(apa/red)

1.9.2004 17:13