Samstag, 4. September 2004

Irak: Islamisten lassen fünf Geiseln aus Hordanien, dem Sudan und der Türkei

  • Entführer hatten zuvor mit Enthauptung gedroht
  • Für französischen Journalisten jetzt Lösegeld gefordert

Islamische Untergrundgruppen haben am Montag insgesamt fünf ausländische Geiseln freigelassen. Wie der jordanische Außenminister Marwan al Muashir in Amman berichtete, ließen Extremisten im Westirak drei Jordanier und einen Sudanesen frei, die als Lastwagenfahrer im Irak gearbeitet hatten. Der arabische Nachrichtensender Al Jazeera hatte erst am Sonntag ein Video der Entführer gezeigt, auf dem die Geiseln zu sehen waren.

Eine weitere Gruppe, die sich selbst Islamische Widerstandsbrigade nennt, ließ nach Angaben des Senders Al Arabiya einen türkischen Lastwagenfahrer frei. Die Entführer hatten am Wochenende mit der Enthauptung der Geisel gedroht, sollten die türkischen und kuwaitischen Arbeitgeber des Entführten die Arbeit im Irak nicht binnen 48 Stunden einstellen. Am Sonntag hatte die kuwaitische Firma, für die er Waren in den Irak gebracht hatte, öffentlich erklärt, sie stelle ihre Tätigkeit im Nachbarland ein.

Keine Neuigkeiten gab es zum Schicksal der beiden entführten französischen Journalisten Georges Malbrunot und Christian Chesnot. Die französisch-irakische Freundschafts-Gesellschaft kritisierte in einer in Paris verbreiteten Erklärung, die US-Truppen unterstützten die Bemühungen um die Freilassung der beiden nicht. (apa)


4.9.2004 12:13