Islamistenführer Abu Musab al-Zarqawi droht Ausländern: 'Zeit der Milde ist vorbei'
- "Schockierender" Film von Geisel-Ermordung
- PLUS: Französische Geiseln sind weiter am Leben
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Die Gruppe des jordanischen Islamistenführers Abu Musab al-Zarqawi hat laut Medienberichten im Irak drei türkische Geiseln umgebracht.
In einer vom katarischen Fernsehsender Al Jazeera am Donnerstag ausgestrahlten Erklärung kündigt die Gruppe unter dem Motto "Die Zeit der Milde ist vorbei" die Tötung weiterer Ausländer an.
Al Jazeera erhielt nach eigenen Angaben auch ein Video, das die Tötung der drei türkischen Geiseln durch Islamisten zeigt. Der Nachrichtensender verzichtete jedoch darauf, den "schockierenden" Film zu zeigen. Irakische Polizisten und Ärzte teilten mit, am Mittwochabend seien am Rand einer Straße bei Samarra nördlich von Bagdad die Leichen von drei türkischen Lastwagenfahrern gefunden worden. Zunächst war nicht klar, ob es sich dabei um die Geiseln handelte, zu deren Tötung sich Zarqawis Gruppe "Al-Tawhid wa al-Jihad" ("Ein-Gott-Glaube und Heiliger Krieg") in der Erklärung bekannte. Das Außenministerium in Ankara erklärte im Anschluss an eine Krisensitzung, sämtliche türkische Aktivitäten im Irak dienten vorrangig den dortigen Menschen und humanitären Zwecken.
Französische Geiseln am Leben
Im Nervenkrieg um die beiden als Geiseln festgehaltenen Franzosen erklärte der französische Außenminister Michel Barnier, die beiden Journalisten seien am Leben und würden gut behandelt. Barnier ist seit mehreren Tagen im Nahen Osten, um im Geiseldrama um Georges Malbrunot und Christian Chesnot zu vermitteln. Am Donnerstag reiste er nach Jordanien. Die Geiselnehmer von der Gruppe Islamische Armee im Irak haben Paris ultimativ gefordert, das Gesetz über das Kopftuchverbot an staatlichen Schulen abzuschaffen.
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