Sonntag, 5. September 2004

"profil": Traiskirchner Vergewaltigungs- vorwurf kommt vor Gericht!

  • Angebliche Vergewaltigung im Flüchtlingslager landet nun doch vor Schöffengericht

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, entschied das Oberlandesgericht Wien, dass sich ein ehemaliger Wachmann des Flüchtlingslagers Traiskirchen nun doch vor Gericht verantworten muss, nachdem die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, die zunächst ermittelt hatte, das Verfahren Mitte März ohne Angabe von Gründen eingestellt hatte.

Anfang Februar war der Wachmann, damals als Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens im Lager tätig, von einer Afrikanerin bei der Gendarmerie Traiskirchen angezeigt worden. Die Frau wirft dem Wachmann vor, sie in einem Zimmer eingesperrt und zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben.

Das Oberlandesgericht gab nun einem Antrag der Afrikanerin statt, ein Verfahren vor einem Schöffengericht zu eröffnen. Offen ist, ob die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt das Verfahren wieder an sich zieht. Sollte sie das nicht tun, trägt die Afrikanerin als Privatanklägerin die Kosten für den Prozess. Der Pressesprecher von Justizministerin Karin Miklautsch erklärte, dass die Ministerin nicht beabsichtige, die Staatsanwaltschaft anzuweisen, in der Angelegenheit wieder tätig zu werden: "Die Justizministerin erteilt grundsätzlich keine Weisungen."

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von "profil"!

5.9.2004 17:10