Streit um Pensionen: Anrechnung der Kindererziehung für VP "Diskussionspunkt"
- Gehrer: "98% der Reform sind ausverhandelt"
- VP-Vize bestreitet: "ÖAAB hat sich nicht eingemauert"
·Harmonisierung: Zu 98% ausverhandelt!
Haubner: "Kindererziehung soll eingerechnet werden"
·Wann kommt die Harmonisierung?
Verzetnitsch sieht Zeitnot, wenn Termin halten soll
·Pensionen: Kritik von der Opposition
"Auf Frauen wird bei der Reform vergessen"
·Pensionen: Fischer für Gerechtigkeit
Reform: ja, aber auf der Basis von Fairness
·Kanzler zu Pension:
Gut unterwegs
Harmonisierungs-Entwurf dauert noch einige Tage
·Harmonisierung: Wann steht Entwurf?
Scheuch: "Es schaut nicht nach Abschluss aus"
·FP-Haubner: Länder
sollen mitziehen
Für Wiedereinführung von
Harmonisierungsgebot
·Molterer im "profil":
Suche nach Konsens
Aber: "Harmonisierung ist per se akzeptiert & kommt"
·FORMAT: Alles zur Pensionsreform 04
Was bringt die Pensions-Harmonisierung wirklich?
Seitens der ÖVP gibt es keine klare Antwort auf die jüngste FP-Forderung zur Harmonisierung der Pensionssysteme. FP-Obfrau Ursula Haubner hatte am Freitag gefordert, dass beim vorzeitigen Pensionsantritt nach 45 Beitragsjahren nicht nur Arbeitsjahre angerechnet werden sollen, sondern auch die Kindererziehung.
Bildungsministerin und ÖVP-Vizechefin Elisabeth Gehrer meinte dazu am Samstag in der ORF Radio-Reihe "Im Journal zu Gast" lediglich: "Das ist ein Diskussionspunkt und ich möchte diesen Diskussionen nicht vorgreifen."
Auch sonst zeigte sich Gehrer zur Pensionsreform zurückhaltend: 98 Prozent der Harmonisierung seien ausverhandelt, über die restlichen zwei Prozent werde noch verhandelt. Die 45-Jahr-Forderung des ÖVP-Arbeitnehmerflügels sei nur ein "Verhandlungsauftrag". "Der ÖAAB hat sich nicht eingemauert", so Gehrer.
Dass Tirols AK-Präsident Fritz Dinkhauser (V) seinen Parteifreund Wirtschaftsminister Martin Bartenstein angesichts der Pensions-Debatte als "Sargnagel" der Regierung bezeichnet hat, nimmt Gehrer gelassen: "Das Ziel einer großen Partei kann es nicht sein, immer harmonisch zu wirken. Dass der Herr Präsident Dinkhauser manchmal zu starken Ausdrücken neigt, das wissen wir ja." (apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
