Freitag, 3. September 2004

Nach der Stunde Null: Wie die Witwe von Thomas Klestil ihr Leben neu ordnet

  • NEWS: Was geschieht mit Olli & Orchi und den Pferden?
  • Margot Klestil unter schwerem Entscheidungsdruck

Gute Ideen geraten nicht selten unter die Räder schlimmster Realität. Dabei war alles schon vorbereitet: Ein 300 m2 großes Penthousebüro in einem Tower am linken Donauufer mit Traumaussicht auf die Wiener Innenstadt. Mit dem unerwarteten Tod von Thomas Klestil im heurigen Juli platzte das Projekt. Jetzt steht Margot Klestil unter schwerem Entscheidungsdruck.

Erst im heurigen Frühjahr bezog das Ehepaar Thomas und Margot Klestil das frisch renovierte Haus Wenzgasse 16 in Wien-Hietzing. Über 900.000 Euro Schulden sind grundbücherlich zu Lasten dieser Liegenschaft eingetragen - für die Bezieher zweier Einkommen wäre die Darlehenstilgung kein Problem gewesen. Als pensionierter Bundespräsident hätte Thomas Klestil 21.465 Euro, als aktive Diplomatin die Gesandte Margot Klestil-Löffler 5.199,50 Euro monatlich verdient. Durch den Tod des Gatten sitzt Margot nun auf einem Schuldenberg, dessen Abtragung ihr allein obliegt. Als "offizielle" Witwe bekommt sie 1.700,50 Euro aus dem Pensionsanteil ihres verstorbenen Gatten; die geschiedene Frau Edith Klestil erhält 6.900 Euro.

Was soll mit dem Haus, Pferden, Hunden - was mit ihr selbst geschehen?
Gerüchte, Margot Klestil würde das Haus in der Wenzgasse verkaufen (müssen), entbehren ihrer Richtigkeit. Die gesamte Familie Klestil - Margots Mutter, ihre Stiefkinder, andere Mitglieder - haben sich bereit erklärt, vorerst gemeinsam die Kosten dieses Hauses zu tragen.

Die Hunde begleiten Margot nach Prag
Olli und Orchi werden ab kommendem Jahr die österreichische Botschaft in Prag bewachen. Die zwei Pferde müssen schweren Herzens abgegeben werden. Tiergarten-Schönbrunn-Chef Helmut Pechlaner hat bereits zwei Klestil-Dromedare gegen Spesenabgeltung in Leihpflege übernommen. Er ist auch bereit, die Pferde in Quartier zu übernehmen.

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3.9.2004 15:21