Donnerstag, 2. September 2004

Burgenländischer FPÖ-Chef Salzl tritt zurück: Nachfolger ist Johann Tschürtz

  • Schuld sei "familiär schwierige Situation"

Der burgenländische FPÖ-Chef Stefan Salzl zieht sich von der Parteispitze zurück. Noch im September soll ihm LAbg. Johann Tschürtz als geschäftsführender Parteiobmann nachfolgen, gab Salzl am Donnerstag in einem Interview mit dem ORF Burgenland bekannt. Klubobmann will Salzl vorerst weiter bleiben. Seinen Teilrückzug begründete er mit familiären Belastungen.

Er sei "familiär in einer relativ schwierigen Situation". Seine Mutter sei vor zwei Jahren verstorben, sein Vater sei sehr krank und pflegebedürftig. "Und ich sehe es als meine Aufgabe, ihn, der mich immer unterstützt hat und mir all das ermöglicht hat, was ich heute sein kann, in in dieser Zeit zu unterstützen. Das ist mit dem politischen Einsatz nur sehr schwer zu verbinden", erklärte Salzl im ORF-Interview.

Er werde nun versuchen, demnächst im Parteivorstand über diese Situation Gespräche zu führen, so Salzl. Als geschäftsführenden Landesparteiobmann will er LAbg. Tschürtz vorschlagen, der ihn in dieser Funktion massiv entlaste. Danach werde er sehen, "ob nur die Tätigkeit als Klubobmann und die Tätigkeit im Landtag vereinbar sind mit den Verpflichtungen, die ich meinem Vater gegenüber habe. Wenn sich das nicht vereinbaren lässt, werde ich mich für meinen Vater und die Familie entscheiden", so Salzl. Diese Entscheidung werde noch heuer fallen.

Tschürtz habe als Obmann des Kontrollausschusses in letzter Zeit eine hervorragende Arbeit geleistet, "er hat sich um die Anliegen der kleinen Leute, der Bevölkerung draußen gekümmert und daher glaube ich, dass er das auch hervorragend machen wird", meinte Salzl. Er rechne damit, dass der Wechsel noch im September über die Bühne geht.
(apa/red)

2.9.2004 14:01