Donnerstag, 2. September 2004

Neue Gratis-Zeitung in den U-Bahnen: Start von "Heute" ein voller Erfolg

  • Gründer Jansky will die "aktuellste Zeitung" werden
  • Erscheint mit einer Auflage von 130.000 Expemplaren

Die Fahrgäste der Wiener U-Bahn dürfen sich wieder über kostenlose - und dabei tagesaktuelle - Lektüre freuen: Nach dem Aus für den "U-Express" im vergangenen März ist am Montag die erste Ausgabe des Nachfolgeprojektes "Heute" erschienen. Und der Start verlief äußerst erfreulich. Laut Blattchef Wolfgang Jansky waren innerhalb kürzester Zeit die 130.000 Expemplare vergriffen.

Die Rückmeldungen seien "durchwegs positiv" gewesen, betonte Jansky. Außerdem sei aufgefallen, dass in den Stationen und den Waggons kaum Exemplare herumgelegen sind. Im Unterschied zum "U-Bahn-Express" ist "Heute" in der Mitte geheftet. Lose Blätter gibt es somit nicht. Außerdem sei das enthaltene Fernseh- und Veranstaltungsprogramm ein Anreiz, die Zeitung nach Hause mitzunehmen, zeigte sich Jansky überzeugt.

Versprochen wurde eine "Vollzeitung" - und tatsächlich unterscheidet sich "Heute" im Aufbau kaum von traditionellen Blättern. Auf Weltnachrichten und Politik folgen Wien-Berichte, das Fernsehprogramm, Anzeigen, Wetter und der mit vier Seiten besonders umfangreiche Sport-Teil. Die Schlagzeile lautet: "Wien hilft Russlands armen Geiselkindern!"

Im Unterschied zum U-Express ist die neue U-Bahn-Zeitung in der Mitte geheftet. Damit soll laut Jansky verhindert werden, dass lose Blätter in den Waggons herumliegen. Trotzdem zahlen die Neo-Blattmacher den Wiener Linien eine Sonder-Putzschicht, um herrenlose Exemplare zu entsorgen.

Gedruckt wird "Heute" bei Herold, herausgegeben wird es beim AHVV-Verlag. Die Startauflage beträgt 130.000. In der Redaktion sind zehn Mitarbeiter beschäftigt. Als Chefredakteur fungiert der ehemalige "U-Express"-Chef Richard Schmitt, der von der "Kronen Zeitung" zum neuen Projekt gewechselt ist. (apa)

2.9.2004 12:47