Sprecher von Kurt Krenn "weiß nichts" von einem Rücktritt bis 10. September
- NEWS berichtet von Ablöse bis zu diesem Datum
- Glaubenskongregation im Vatikan hat sich eingeschaltet
·Vlbg: Kapläne unter Missbrauchverdacht
Erste Vorwürfe tauchten schon im Jahr 1989 auf
·Chronologie: Sex-Skandal in der Kirche
Der "pastorale Supergau" im zeitlichen Überblick
"Ich weiß nichts davon." Mit diesen Worten kommentierte Michael Dinhobl, Sprecher des St. Pöltner Diözesanbischofs, am Mittwoch einen Bericht im aktuellen "NEWS", wonach Kurt Krenn "bis spätestens 10. September" zurücktreten müsse. Man habe sich darauf "kirchenintern geeinigt". Ebenso nicht bekannt sei, ihm, Dinhobl, dass die Apostolische Visitation durch Bischof Klaus Küng nur noch bis 17. September dauern soll.
Zuletzt hielten sich weder Krenn noch der Visitator in St. Pölten auf. Beide Bischöfe waren bis Dienstag bei der Theologischen Sommerakademie in Aigen im Mühlkreis.
"NEWS" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe auch, dass in einem erst vor 14 Tagen eingelangten Brief an den Visitator ein ehemaliger Priesterschüler die St. Pöltner Hierarchie schwer belaste: Bereits im Mai 2003 - "sechs Monate früher als bisher bekannt" - habe er die Seminarleitung und einen ranghohen Krenn-Mitarbeiter über Kinderpornos am Hauscomputer in Kenntnis gesetzt - und wenig später den "blauen Brief" erhalten.
Im Fall des zurückgetretenen Regens des Priesterseminars, Ulrich Küchl, hat sich laut "NEWS" mittlerweile sogar die Glaubenskongregation im Vatikan eingeschaltet. Aus Kreisen des Visitators sei zu erfahren gewesen, dass Küchl seine eidesstattliche Erklärung, er sei "nicht homosexuell", vor zwei Wochen zurückgezogen habe. Der ehemalige Subregens und Krenn-Sekretär Wolfgang Rothe wiederum sei von einem Alumnen "wegen des Verdachtes der Nötigung" angezeigt worden. Der Priesterschüler behaupte, von seinem Vorgesetzten gezwungen worden zu sein, zwei schriftliche Ehrenerklärungen abzugeben, so die Info-Illustrierte. (apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
