Geplatzter Telekom-Verkauf: Kanzler Schüssel nimmt Grasser und ÖIAG in Schutz
- Gusenbauer fordert den Finanzminister zum Rücktritt auf
- PLUS: Grasser verteitigt das Vorgehen der ÖIAG
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der Vorwürfe
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"Ich denke, dass die ÖIAG ihre Sache gut macht." Mit diesem Worten verteidigte Kanzler Schüssel das Vorgehen der ÖIAG und Finanzminister Grasser in Sachen Telekom-Privatisierung. Auch Grasser selbst hat einmal mehr die Vorgangsweise der ÖIAG in Schutz genommen: "Die ÖIAG hat versucht den Privatisierungsauftrag umzusetzen."
Das Scheitern des Zusammengehens mit der Swisscom sieht Schüssel folgerichtig auch nicht in Österreich. Man habe darauf bestanden, von Seiten Österreichs entsprechende Rechte zu bekommen. Dies habe man von Schweizer Seite auf Managerebene zugestanden, von Seiten des Verwaltungsrats aber nicht. Daher sei das Projekt letztlich gescheitert.
Die Vorwürfe der Opposition, wonach es zu einer Vernichtung von Volksvermögen gekommen sei, wies der Kanzler als "lachhaft" zurück. Am 1. Juni sei der Kurs niedriger gewesen als am 30. August. Dass mancher Anleger zwischendurch nichts gewonnen haben, sieht Schüssel in deren Verantwortung: "Jeder der spekuliert, muss damit rechnen, dass seine Spekulation nicht aufgeht."
SP-Chef Gusenbauer hatte den Finanzminister zuvor zum Rücktritt aufgefordert. Nur durch öffentlichen Druck habe der "fatale Schritt" eines Telekom-Verkaufs verhindert werden können. Die angeblichen "Profis" in der ÖIAG seien durch den geplatzten Telekom-Deal "entzaubert" worden "und was übrig bleibt, ist traurigster Dilettantismus zum Schaden Österreichs und der österreichischen Arbeitsplätze", schimpfte Gusenbauer.
(apa/red)
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