Dienstag, 31. August 2004

In zwei Drittel der Fälle kein Problem: Minderjährige kommen leicht an Alkohol

  • Zwei von drei Geschäfte verkaufen Jugendlichen Alkohol
  • Gefahr Alcopops: Alko-Limonaden als Einstiegsdroge?

Minderjährige Jugendliche in Österreich kommen sehr leicht an Alkohol. Dies ergab ein Test des österreichischen Konsumentenschutz-Magazins "Konsument" in Wien. Erprobt wurde diese Frage am Beispiel der umstrittenen Alkohol-Limonaden, auch Alkopops genannt.

Das Ergebnis von "Konsument": Zwei von drei Geschäften verkauften einem 13-jährigen Testverkäufer die schnapshaltigen Getränke. Als Versuchsobjekte dienten Geschäfte und Tankstellen.

Zwölf Prozent mit wöchentlichem Rausch
Vor allem junge Leute zwischen 14 und 17 Jahren lieben die süßen Rauschmacher, ergab eine Studie der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) in Deutschland. Nahezu die Hälfte der 1000 befragten Teenies gießt sich ein Mal pro Monat Alkohol hinter die Binde, 12 Prozent davon gar wöchentlich. Alcopops rangieren vor Bier, Wein, Sekt oder Spirituosen.

Einstiegsdroge Alcopops
Alcopops werden verdächtigt als Einstiegsdroge Jugendliche in den Alkoholismus zu führen. Der hohe Zuckergehalt überdeckt einerseits tückischerweise den Geschmack des Alkohols. So werden sie von Gruppen konsumiert, die sonst keine harten Getränke zu sich nehmen würden. Andererseits wirkt die Aufmachung wie ein Erfrischungsgetränk, hinter dem man wohl kaum einen doppelten Schnaps vermuten würde. (red)

31.8.2004 08:18